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Politik

Mitarbeiter bei Wirtschaftsprüfungsfirma entlassen nach Zugriff auf Kontodaten des Premierministers

Ein junger Mitarbeiter wurde wegen unbefugtem Zugriff auf Bankdaten des australischen Premierministers angeklagt.

Ein Mitarbeiter einer der grossen Wirtschaftsprüfungsfirmen wurde entlassen, nachdem er angeblich auf das Bankkonto des australischen Premierministers Anthony Albanese zugegriffen hatte. Der Mitarbeiter und ein weiterer Mann wurden im Zusammenhang mit diesem Vorfall vor Gericht gestellt. Die australische Bundespolizei behauptete, der Vorfall ereignet sich, als der Absolvent der Wirtschaftsprüfungsfirma bei der Commonwealth Bank zur Zweitverleihung tätig war.

Paul Issa, 21 Jahre alt, wurde wegen des Zugriffs auf gesperrte Daten ohne Erlaubnis sowie der Verbreitung persönlicher Daten angeklagt. Phillip Issa, 25 Jahre alt, wurde hingegen wegen der Erleichterung des unbefugten Zugriffs auf gesperrte Daten angeklagt. Die beiden in Sydney ansässigen Männer wurden am 6. Mai angeklagt und erhielten eine richterliche Freilassung, um am Dienstag vor dem lokalen Gericht des Downing Centre zu erscheinen.

Nach Angaben einer AFP-Sprecherin gewährte die Polizei den beiden Männern die Freilassung bis zu ihrer nächsten Gerichtsverhandlung am 25. August. Albanese besaß laut seinem Register der Interessen ein Sparkonto bei der Commonwealth Bank sowie eine Hypothek für eine Immobilie an der Central Coast von New South Wales, die er gemeinsam mit seiner Frau besaß.

Der Schatzmeister Jim Chalmers bezeichnete jegliche Verstösse dieser Art als „unglaublich besorgniserregend“. Er erklärte gegenüber Journalisten, dass es nicht nur um die Daten des Premierministers ging, sondern auch um die Daten aller Australier.

Ein Sprecher der Commonwealth Bank erklärte, dass es unangebracht sei, über individuelle Fälle von Auftragnehmern zu kommentieren. Ein Sprecher der Wirtschaftsprüfungsfirma verweigerte eine Stellungnahme, bestätigte jedoch, dass der ehemalige Mitarbeiter das Unternehmen nicht mehr bediente. Diese Vorfälle traten in einer Zeit auf, in der grosse Dienstleistungsunternehmen zunehmend unter Beobachtung standen, nachdem Skandale bei ihren Konkurrenten KPMG und PwC wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen über Kundenprüfungen und Steuerpolitik ausbrachen.

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