Der Sicherheitsbedenken von Nigel Farage wurden, so sein Stellvertreter Richard Tice, ignoriert. Tice äußerte sich nach der Anklage gegen Farage wegen der Planung eines Terroranschlags. Der Vorwurf richtete sich gegen Farage, der angeblich eine Bedrohung für seine persönliche Sicherheit darstellte. Tice betonte, dass Farage viele Jahre lang die Risiken für seine Sicherheit diskutiert hatte und die aktuelle Anklage eine dringende Mahnung darstellte.
Tice äußerte sich in Interviews über die mangelnde Aufmerksamkeit, die Farage genossen hatte. Er erklärte, dass es für jene, die ihn umgaben, besonders verärgert machte, wenn Farage nicht geglaubt oder nicht angehört wurde. Die Anklage gegen Joshua Kerry, 28 Jahre alt, wegen der Vorbereitung terroristischer Taten, umfasste auch die Planung eines Angriffs auf Farage. Die Staatsanwaltschaft stellte die Anklage am Freitag fest.
Die Behörden veröffentlichten keine weiteren Details zur Anklage. Allerdings hatte die Counterterror-Polizei im August eine Untersuchung bezüglich eines angeblichen Brandbombenangriffs auf Farages Wohnhaus in Südlondon wieder aufgenommen. Die Situation verstärkte die allgemeinen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit politischer Persönlichkeiten.
Die Hausministerin Shabana Mahmood zeigte sich mitfühlend für Farage und seine Familie. Sie äußerte sich auf Social Media und warnte davor, dass niemand einen Fehler mache. Sie betonte, dass ein Angriff auf eine politische Persönlichkeit ein Angriff auf alle sei. Mahmood versprach, die Schutzmaßnahmen für Politiker zu stärken, sobald das Parlament nach der Verschnaufpause am 12. Oktober zurückkehrte.
Die Verbrechen, die Farage und andere Politiker erlebten, erinnerten an frühere Sicherheitsbedenken. Die Tötung von Ann Widdecombe, die zuvor mit Kerry in Verbindung stand, hatte die Sorgen um die Sicherheit von Politikern neu entfacht. Diese Bedenken hatten sich in den letzten zehn Jahren nach den Tötungen prominenter Abgeordneter verstärkt. Die jüngsten Ereignisse unterstrichen die Notwendigkeit, Bedrohungen ernster zu nehmen.