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Politik

FBI-Direktor Patel wegen Schnorcheltour am USS Arizona unter Beobachtung

Berichte über den Ausflug nach Hawaii lösten Kritik aus

Der FBI-Direktor Kash Patel stand wegen Berichten über einen Schnorchelausflug rund um das USS Arizona-Denkmal auf Hawaii unter neuer Beobachtung. Diese Anschuldigungen entstanden nach der Veröffentlichung von Regierungs-E-Mails, die den Ausflug als „VIP-Schnorcheltour“ beschrieben. Das Denkmal markierte den Ort, an dem die Überreste von über tausend US-Marineoffizieren und -Soldaten vom Pearl Harbor im Jahr 1941 ruhten.

Die Associated Press berichtete, dass der Ausflug von der Militärführung koordiniert wurde und im August während eines zweitägigen Aufenthalts Patels in Hawaii stattfand. Patel besuchte zu diesem Zeitpunkt auch das Honolulu-Büro des FBI. Zudem berichtete die New York Times am Freitag, dass neun weitere Personen an der Tour teilnahmen. Die Marine bestätigte der Zeitung, dass der FBI-Direktor dreißig Minuten in der Nähe des Grabmals schwamm.

Auf die Berichte reagierte das FBI mit einer Stellungnahme. Ein Sprecher des Büros kritisierte die Zeitung dafür, eine Einladung des Kommandierenden Generals des Indo-Pazifik-Kommandos zu einer Militärbasis als Party oder Urlaub zu interpretieren. Er betonte, dass das Verteidigungsministerium solche Engagements routinemäßig mit interinstitutionellen Partnern durchführte und dass Patel in seiner Zeit als Stabschef des Verteidigungsministeriums eine ähnliche Veranstaltung für viele Besucher angeboten habe.

Das FBI erklärte ferner, dass die Besuche in Pearl Harbor Teil der öffentlichen Sicherheitsengagementen Patels im August mit Vertretern aus Neuseeland, Australien, dem Honolulu-Büro und dem Verteidigungsministerium seien. Es wurde betont, dass die Tour eine historische Besichtigung zur Ehrung der Helden sei und keine Feier. Ein Marinesprecher bestätigte zudem, dass die Teilnehmer eine umfassende Sicherheitsbesprechung zur Evolution erhielten und angewiesen wurden, den Bereich des Denkmals mit größtem Respekt zu behandeln und keinen Kontakt mit dem Denkmal aufzunehmen.

Marine- und Verteidigungsbeamte gaben an, dass VIP-Touren in der Nähe des USS Arizona üblich seien, obwohl sie nicht über die Häufigkeit der Schnorcheltouren sprachen. Ein ehemaliger FBI-Direktor, James Comey, kommentierte die Berichte in einem Interview, indem er die Verantwortung betonte, die man als Führungskraft trage. Er erklärte, dass man eine Verantwortung habe, nicht nur sich selbst, sondern auch eine amerikanische Idee zu repräsentieren, die weltweit respektiert wurde.

Die Berichte über Patels Reise nach Hawaii erfolgten zu einem Zeitpunkt, als er bereits wegen der Vermischung von Freizeit und offizieller Tätigkeit unter Beobachtung stand. Die Angelegenheit verdeutlichte die ständige Spannung zwischen der öffentlichen Darstellung von Staatsbesuchen und den damit verbundenen Sicherheitsaspekten.

FBIKashPatelPearlHarborHawaiiMilitär

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