Eine Old Bailey-Schulleitung verurteilte Simon Levy, 40 Jahre alt, zum Mord an Carmenza Valencia-Trujillo im März 2025 und an Sheryl Wilkins fünf Monate später. Levy blieb trotz mehrerer Ermittlungsfehler und mangelnder Maßnahmen der Behörden frei, bevor er die zweite Tat verübt. Die Verurteilung erfolgte durch eine einstimmige Jury, die ihn für den Mord an Valencia-Trujillo in einem teilweise stillgelegten Gebäudekomplex verurteilte. Die Jury fällte ihn zudem für den Mord an Wilkins in einem Parkplatz in Tottenham. Levy wurde für die Vergewaltigung und Angriffe auf eine dritte Frau verurteilt, die überlebte. Während der Verurteilung zeigte Levy eine unbewegte Miene, was die Schwere seiner Tat unterstrich.
Die Staatsanwaltschaft und die Polizeibehörden räumten Fehler ein. Kevin Southworth, stellvertretender Kommissar der Metropolitan Police, bezeichnete Levy als „prädlichen Monster“ und betonte, dass Wilkins wahrscheinlich lebte, wenn nicht die „kollektiven Systemversagen“ eingetreten wären. Diese Versäumnisse zeigten, dass das System den tatsächlichen Gefahrzustand nicht adäquat bewertete. Die Fehler betrafen insbesondere die mangelnde Bereitstellung entscheidender Informationen bei den Gerichtsverhandlungen und die fehlende Überprüfung von Haftanträgen.
Die Polizei und die British Transport Police (BTP) begingen weitere Fehler. Bei der Verfolgung der Angriffe auf die Bahnlinien hielt die BTP die Anklage wegen sexueller Übergriffe auf den Zügen aufgrund einer Verzögerung bei der Durchführung eines Identitätsfeststellungsverfahrens. Während dieser Verzögerung verübte Levy weitere Angriffe und verübte den ersten Mord. Die Staatsanwaltschaft räumte ein, dass relevante Informationen bezüglich der Haftbedingungen nicht an das Gericht weitergegeben wurden. Dies führte dazu, dass Levy trotz hoher Risikobewertung für eine erneute Straftat frei blieb.
Es gab zudem Fragen bezüglich der Überwachung von Levy als Straftäter. Die Metropolitan Police untersuchten, ob er als Person auf dem Register der Sexualstraftäter korrekt überwacht wurde. Ein Beamter wurde wegen grober Pflichtverletzung untersucht, während ein anderer Beamter wegen Verfehlungen unter Versailung stand. Diese Fehler traten auf, obwohl jahrzehntelang Versprechen gemacht worden waren, dass das Justizsystem Frauen vor männlicher Gewalt besser schützen würde. Die Opferbeauftragte London’s, Andrea Simon, betonte, dass kritische Möglichkeiten zur Intervention versäumt wurden, obwohl Levy ein bekannter Gewalttäter war.
Der Justizminister beschrieb Levy als Monster und betonte, dass die Fehler, die ihm erlaubten, frei zu bleiben, „zutiefst besorgniserregend“ seien. Er signalisierte, dass die Regierung die zuständigen Institutionen und die Polizeibehörden dazu auffordern würde, festzustellen, was schiefgelaufen war. Die Tatsache, dass Levy nach Freilassung durch Polizei und Gerichte solch verheerende Schäden zufügen konnte, stellte ernste Fragen dar, die dringende Antworten erforderten.