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Feuer auf dem Schiff: Rettungsaktion nach tragischem Unfall in den Philippinen

Überlebende berichten von gefährlicher Flucht und anhaltender Suche nach vermissten Personen

Passagiere an Bord einer Fähre, die nach Palawan in die Philippinen segelte, gerieten in der vergangenen Nacht in Chaos, als auf dem Schiff ein Feuer brach aus. Während panische Schreie die Nacht verrieten, füllte heiße Luft das Boot, berichtete Roland Lerma, ein Überlebender der MV June Aster. Nach dem Brand starben fünf Menschen und 86 Personen blieben vermisst. Angesichts der Häufigkeit von Schiffsunfällen in dieser Region drohte dieser Vorfall, eine der tödlichsten maritimen Katastrophen der Philippinen zu werden.

Lerma berichtete den Nachrichten aus einem Krankenhaus in Coron von seiner erschreckenden Flucht. Als das Feuer sich ausbreitete und er versuchte, vom brennenden Schiff zu fliehen, rutschte er aus und fiel. „Als ich auf dem Boden lag, traten Menschen über mich“, erklärte der 30-jährige. Er begann zu krabbeln, bis er wieder Halt fand, bevor er in das Meer sprang. Er sah Kinder, die ebenfalls ins Wasser sprangen, konnte deren Gesichter jedoch in der Dunkelheit nicht erkennen.

Nach dem Sprung war Lerma in der Lage, seine Besitztümer – Kleidung, Mobiltelefone, Taschen – zu fallen lassen, um schwimmen zu können. Er schwamm etwa zwei Stunden auf dem Rücken, bevor die Rettungskräfte eintrafen und ihn sowie andere Überlebende aus dem Wasser zogen. Er betonte, dass die Rettung zeitlich hätte verzögert werden können, und er hätte sonst gestorben.

Die philippinische Küstenwache teilte mit, dass das Feuer in der Frachtlade nach einer lauten Explosion begann. Das Schiff transportierte mehrere Motorräder, ein Elektroauto, einen Hubwagen und einen Lieferwagen. Die Behörden bestätigten, dass 43 Personen gerettet wurden, darunter zwei chilenische Staatsbürger. Lerma und zwei seiner Mitreisenden befanden sich nun im Krankenhaus. Eine weitere Person aus ihrer Gruppe wurde in ein größeres Krankenhaus auf der nahegelegenen Insel Culion gebracht, während zwei weitere Personen vermisst blieben.

Die Such- und Rettungsoperationen dauerten an, doch die Behörden gaben an, dass das Feuer auf der MV June Aster noch nicht gelöscht worden war und sichtbarer Rauch vom Schiff aufstieg. Ein Sprecher der Küstenwache erklärte, dass viele der Überlebenden noch in Schockzuständen befanden. Gleichzeitig erlebten die Familien der vermissten Passagiere ein schmerzhaftes Warten. Anelyn Magbanua berichtete, dass ihr Ehemann Marlon auf der Fähre war. Er kehrte nach Coron zurück, um zwei ihrer Kinder zu besuchen, die in der Hauptstadt studierten. Marlon blieb jedoch unauffindbar. Magbanua und ihr zweijähriger Sohn befanden sich außerhalb des Krankenhauses und berichteten, dass sie nichts als sich selbst besaßen.

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