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Feuer auf philippinischem Fähre: Fünf Tote, Achtundsechzig Vermisste

Starke Strömungen erschwerten Rettungsversuche auf der Insel

Mindestens fünf Menschen starben und achtundsechzig Personen blieben vermisst, nachdem ein Feuer auf einer Fähre in den Philippinen ausbrach, berichtete die Küstenwache des Landes. Die MV June Aster, welche von der Hauptstadt Manila aus 117 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder transportierte, geriet in Flammen, als sie sich dem Touristenmagneten Coron in der Provinz Palawan näherte. Der Brand entzündete sich um 18:00 Uhr Ortszeit am Mittwoch und brannte bis 11:00 Uhr am Donnerstag weiter. Die Küstenwache erklärte, dass starke Strömungen und schlechtes Wetter die Arbeit zur Löschung des Feuers erschwerten.

Ein Ersthelfer berichtete den Nachrichtenagenten, er habe solch eine Katastrophe in Coron noch nie gesehen und bezeichnete den Vorfall als „wirklich herzzerreißend“. Die Rettungskräfte versuchten, die Opfer in die Klinik zu bringen, doch die Lage war angespannt. Die Küstenwache teilte mit, dass die Fähre von ihrem ursprünglichen Brandort – vier Seemeilen entfernt – auf einen Punkt sieben Komma sechsundachtzig Seemeilen entfernt abdriftete. Die Strömungen hatten das Schiff weiter hinausgetragen, was die Suche nach den Vermissten zusätzlich komplizierte.

Die Ursache des Brandes stand noch unter Untersuchung, und die Küstenwache hatte noch keine Angaben zu den 43 Personen gemacht, die gerettet worden waren. Die Überlebenden fanden Zuflucht in einem Evakuierungszentrum in Barangay Turda, wobei der Zustand ihrer Verletzungen unklar blieb. Angehörige suchten verzweifelt nach ihren Familienmitgliedern. Eine Frau berichtete, dass sie ihre Angehörigen nicht mehr erreichen konnte und sich in tiefer Trauer befand.

Weitere Familienmitglieder suchten nach ihren Verwandten. Eine Familie, die nach Luzon gereist war, berichtete, dass sie keine Nachrichten erhalten hatten und daher auf lokale Nachrichtenquellen angewiesen waren, um Updates zu erhalten. Es wurde betont, dass maritime Unfälle in den Philippinen, einer Inselnation mit 7.100 Inseln, häufig vorkamen. Die Gefahr durch Wetterextreme wie Monsunregen und Taifune stellte stets eine Bedrohung dar.

Vergangene Unfälle zeigten, dass mangelnde Wartung und eine ungleichmäßige Durchsetzung von Sicherheitsgesetzen zu Problemen führten. Im Jahr 2023 starben 31 Menschen bei einem ähnlichen Brand auf einer Passagierfähre. Mit 86 vermissten Personen konnte dieser Fährenunfall somit zu einem der schlimmsten Ereignisse der jüngsten Vergangenheit in den Philippinen werden.

Philippinenmaritimunglück

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