Ein Feuer in Los Angeles brannte seit Tagen. Die Feuerwehrleute kämpften am sechsten Tag gegen ein großes Lagerhaus nahe dem Stadtzentrum, das Tiefkühlwaren aufbewahrte. Rauch stieg aus der Anlage auf, die mit Solarpaneelen bedeckt und wie ein Gefrierschrank isoliert war, und füllte die Luft um die 500.000 Quadratfuß große Einrichtung. Die Brandursache blieb unklar, doch die Firma Lineage vermutete, dass das Feuer begann, als Subunternehmer an den Solarpaneelen auf dem Dach arbeiteten.
Die Lage stellte die Einsatzkräfte vor erhebliche Schwierigkeiten. Die Behörden erklärten, dass ein großes Lagerfeuer normalerweise innerhalb eines Tages gelöscht werden konnte. In einem Kaltlager jedoch nahmen die Brandbekämpfung Wochen in Anspruch. Jamie Moore, Chef der Los Angeles Feuerwehr, erklärte, dass im Gebäude etwa 85 Meter Kubikgewicht gefrorener Lebensmittel gelagert waren. Die Schwierigkeit lag in der Konstruktion der Anlage, die den Zugang verwehrte.
Die Brandbekämpfer konnten das Gebäude nicht betreten, da die Gefahr durch die schweren Stahlregalgestelle, die von Boden bis Decke reichten, zu groß war. Zudem erlaubte die dicke Isolierung der Decken und Wände keine schnelle Belüftung, was die Freisetzung von Gas und Rauch sowie die Sichtverhältnisse innerhalb des Lagers verhinderte. Stattdessen mussten die Einsatzkräfte die Außenwände bestimmter Bereiche abtragen und das Feuer mit großen Wasserstrahlen bekämpfen.
Die Luftqualität in Boyle Heights, einem Arbeiterbezirk, blieb am Montag sehr ungesund. Die Partikel aus dem Rauch beeinflussten auch das San Gabriel Valley. Das Südwestliche Luftqualitätsmanagementgebiet erweiterte die Warnung vor schlechter Luftqualität bis Dienstagnachmittag, da der Rauch weiterhin die Nachbarschaft und Gebiete nördlich und östlich des Feuers betraf. Die Partikel, bekannt als PM2.5, konnten tief in die Lunge eindringen.
Die Behörden riefen die Anwohner in den am stärksten betroffenen Gebieten dazu auf, körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Sie sollten alle Fenster, Türen und Lüftungsöffnungen schließen und die Klimaanlage ausschalten. Wer sich bei Rauchbedingungen nach draußen begeben musste, erhielt die Anweisung, eine N95- oder P100-Maske zu tragen.