Die Fifa bewertete die Matchberichte, bevor sie entschieden hatte, Argentinien zu bestrafen, nachdem Spieler ein Banner in Unterstützung ihrer Anspruch auf die Falklandinseln bei einem Weltmeisterschafts-Halbfinale gegen England erhoben hatten. Die argentinischen Spieler zeigten nach dem Spiel ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“, was die argentinische Beanspruchung der Inseln darstellte. Die Falklandinseln blieben dabei das Zentrum eines Souveränitätsstreits zwischen dem Vereinigten Königreich und Argentinien.
Ein Sprecher der Fifa erklärte, dass die unabhängige Disziplinarkommission die relevanten Umstände prüfte und die Bedingungen des Disziplinarkodex berücksichtigte, bevor sie über mögliche weitere Schritte entschied. Diese Maßnahme folgte auf frühere Vorfälle, bei denen die argentinische Fußballassoziation 2014 mit einer ähnlichen Botschaft gegen eine andere Nation mit einer Geldstrafe von zwanzigtausend Pfund von der Fifa belegt worden war.
Die politische Reaktion auf die Aktion war gespalten. Der Präsident Argentiniens Javier Milei bezeichnete die Handlung der Spieler als „verständlich“ und „gültig“, betonte jedoch, dass Ereignisse auf dem Spielfeld nicht Teil der Diplomatie seien. Er erklärte, dass die Angelegenheit im diplomatischen Feld durch intelligente Handlungen gelöst werden müsse.
Die Regierung der Falklandinseln zeigte sich enttäuscht über das Banner und bat die Fifa, das gesamte Verhalten dieser Art im Einklang mit ihren eigenen Regeln zu sanktionieren. Politiker wie Peter Kyle und Kemi Badenoch forderten eine Untersuchung durch die Fifa. Sie betonten, dass die Professionalität der Mannschaft lobenswert sei, aber auch die Konsequenzen für die politischen Handlungen der Spieler durch die Fifa gezogen werden müsse.
Es bestand die Möglichkeit, dass Argentinien Sanktionen erlitt, da die Fifa üblicherweise disziplinarische Maßnahmen bei allgemeinen Verstößen gegen die Regeln durch Spieler oder Unterstützer nach einem Turnier ergriff. Es gab keine Aussicht auf den Verlust der Platzierung im Finale, doch es wurden Forderungen nach einer Suspendierung der Spieler gestellt. Es existierte Präzedenzfall für Verbote gegen Spieler, die Banner mit ähnlichen politischen Botschaften erhoben, wie beispielsweise bei der koreanischen Spieler Park Jong-woo.