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Sport

FIFA-Präsident Infantino streicht kontroversen Investitionsplan

Widerstand von UEFA und AFC führte zum Scheitern der Idee zur Veräußerung von Weltcup-Anteilen

Der FIFA-Präsident Gianni Infantino streichte den umstrittenen Plan zur Veräußerung von Anteilen an den Wettbewerben der Organisation. Infantino erklärte, dass das Projekt Spaltungen geschaffen habe, welche nicht länger im Interesse des ursprünglichen Ziels seien. Diese Entscheidung erfolgte nach breitem Widerstand innerhalb der Mitgliedsorganisationen.

Infantino hatte die Mitgliedsverbände auf 40 Millionen Dollar angeboten, wenn diese einen Vorschlag für private Investitionen in die Turniere, einschliesslich der Weltmeisterschaften, unterstützten. Diese Initiative stieß jedoch auf heftige Kritik. Die UEFA, die den europäischen Fussball regierte, stimmte ab, die Weltmeisterschaften zu boykottieren, falls die Pläne vorangingen. Auch andere Regierungsstellen äusserten ihre Ablehnung.

Die Opposition manifestierte sich auf verschiedenen Ebenen. Die Asiatische Fussballkonföderation (AFC) stand in Solidarität mit der UEFA und der Concacaf, die den Fussball in Nord-, Zentralamerika und dem Karibikraum regierte. Der britische Premierminister Andy Burnham bezeichnete Infantino als den falschen Mann für die Führung der FIFA. Carlos Cordeiro, Infantinos leitender Berater für globale Strategie, trat aus dem Amt zurück und bezeichnete den Vorschlag als „schlechtes Geschäft für den Fussball“, der die Zukunft des Sports gefährde.

Infantinos Plan sah die Schaffung einer kommerziellen Tochtergesellschaft vor, um die Hauptveranstaltungen, einschliesslich der Weltmeisterschaften, zu organisieren. Es sollte Drittparteien eingeladen werden, Minderheitsinvestitionen in eine neue Einheit, die FIFA Forward Enterprise (FFE), zu tätigen. Ein Dokument des Investmentbankers JP Morgan legte dar, wie die Turniere im Zeitraum 2035 bis 2039 eine erhöhte Ausschüttung von 24 Millionen Euro pro Mitgliedsverband ermöglichen sollten.

Der Plan scheiterte letztlich, da die erforderliche Mehrheit der Mitgliedsverbände nicht erreicht wurde. Die AFC, die 46 Stimmen einbrachte, vereinte sich mit der UEFA und der Concacaf. Dies führte dazu, dass 136 Nationen gegen Infantinos Vorhaben stimmten. Die Organisation zeigte, dass Infantino zwar eine politische Schlagkraft besaß, doch die internen Konsultationsprozesse und Entscheidungswege fundamentalen Schwächen unterlagen. Die unmittelbare Krise war vorbei, doch die Frage blieb, ob Infantino seinen Ruf wiederherstellen konnte und wie die FIFA ihre Governance-Strukturen reformieren sollte.

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