Die Fussball-Assoziation (FA) äusserte tiefe Besorgnis über den Plan der Fifa, Anteile an ihren grossen Wettbewerben zu verkaufen. Die UEFA, bestehend aus fünfundfünfzig Nationen, hielt zeitgleich eine Notfallbesprechung, um auf die Vorschläge zu reagieren, welche zunehmend Ärger hervorriefen. Die Fifa beabsichtigte, eine kommerzielle Tochtergesellschaft zu gründen, um ihre Hauptveranstaltungen, einschliesslich der Weltmeisterschaft, zu verwalten, und externe Investoren durften Anteile erwerben. 1
Diese Entwicklung erzeugte Befürchtungen, dass zu viel Einfluss auf die Wettbewerbe an private Investoren übergeht. Dies konnte zu einer massiven Ausweitung der Welt- und Club-Weltmeisterschaft führen. Es wurde deutlich, dass leitende Figuren innerhalb des Fussballs, darunter mindestens zwei der acht Fifa-Vizepräsidenten, nicht in die Planung einbezogen wurden. Die FA äusserte ihre Sorge über das Fehlen von Prozess und Governance, welche zu diesem Punkt geführt hatten.
Die FA-Sprecherin erklärte, sie wüssten von diesem Vorschlag nichts und besaßen keine substanziellen Details über die genaue Natur der Proposition oder die damit verbundenen Bedingungen. Sie drückte ihre tiefe Besorgnis über die mangelnde Verfahrensweise und die scheinbare Substanz der Pläne aus. Sie versprachen, ihre Ansichten klarzustellen, sobald die Fifa den Vorschlag in einer vollständigen und transparenten Weise präsentierte.
Die UEFA reagierte mit einer deutlichen Stellungnahme und verurteilte die Pläne der Fifa, indem sie erklärte, dass diese eine Grenze überschritten hätten. Die Organisation verurteilte das Fehlen einer ordnungsgemässen Verfahrensweise und betonte, dass die Details des Plans öffentlich dargelegt wurden, bevor es überhaupt zu Diskussionen mit den zuständigen Regierungsstellen und Interessengruppen kam. Die UEFA betonte ihre Rolle als Hüterinnen des Sports und ihre Verantwortung, stets im besten Interesse des Sports zu handeln.
Auch die Concacaf, die die Weltmeisterschaft in Nord- und Mittelamerika ausrichtete, zeigte sich besorgt über den Mangel an ordnungsgemässen Verfahren. Sie teilte die Enttäuschung vieler ihrer Mitglieder und des Sports, dass ein solches Detailniveau öffentlich dargelegt wurde, bevor jegliche Diskussion mit den relevanten Gremien stattfand. Die Fifa argumentierte, sie müsse Vorschläge prüfen, die ihr helfen würden, den Sport global zu fördern, was Ängste vor einer Expansion auslöste, insbesondere angesichts der Pläne für eine 64-Team-Weltmeisterschaft im Jahr 2030.
Die Fifa kündigte an, die globale Entwicklungsförderung auf zehn Milliarden Dollar auszudehnen und den Mitgliedsverbänden die Möglichkeit zu geben, bis zu zwanzig Millionen Dollar in Form einmaligem Kapital zu erhalten. Diese Eskalation verschärfte die schwierige Beziehung zwischen Fifa und UEFA. Die Bedrohung durch den Plan stellte eine der grössten Herausforderungen für den Sport dar, vergleichbar mit den Kontroversen um die Europäische Super League. Es blieb offen, ob die Fifa auf diese Kritik reagieren würde.