FIFA präsentierte einen kontroversen Plan, Anteile an ihren Wettbewerben an private Investoren zu veräußern. Dieser Vorschlag löste heftige Reaktionen aus, und die UEFA äußerte die Bereitschaft, bei Fortsetzung des Plans die Weltmeisterschaften zu boykottieren. Die Concacaf, die die Weltmeisterschaft dieses Jahres veranstaltete, lehnte ebenfalls den Vorschlag des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino ab.
FIFA erklärte in einer Stellungnahme, dass der Konsultationsprozess durch fehlerhafte Medienberichte gestört worden sei. Die Organisation bekräftigte ihre Verpflichtung zu einer offenen und demokratischen Konsultation, um den Mitgliedsverbänden die Möglichkeit zu geben, ihre Stimmen auf Fakten zu stützen. In dieser Erklärung betonte FIFA entschieden: „Niemand verkauft Fußball. Dies ist nichts, was FIFA jemals in Betracht ziehen würde.“
Der Kern des Plans bestand darin, eine kommerzielle Tochtergesellschaft, die Fifa Forward Enterprise (FFE), zu gründen. Diese Tochtergesellschaft sollte es externen Investoren ermöglichen, Minderheitsbeteiligungen an den kommerziellen Möglichkeiten des Fußballs in ihren jeweiligen Ländern zu erwerben. FIFA argumentierte, dass dies weder den Geist noch die Governance der Organisation oder des Fußballs selbst beeinträchtige.
Die Reaktion der UEFA war scharf. Die Organisation warf FIFA vor, den Fußball zur Bereicherung ihrer eigenen Strukturen und Freunde zu nutzen. Parallel dazu nutzte Infantino finanzielle Anreize, um die Akzeptanz des Plans zu fördern. Er versprach den Mitgliedsverbänden, die den kontroversen Vorschlag unterstützten, eine Summe von 40 Millionen Dollar zu gewähren. Für die Annahme des Vorschlags setzte er eine Frist für die Akzeptanz der Pläne auf den 19. September, wobei eine anfängliche Summe von 20 Millionen Dollar versprochen wurde.
Die Investorengruppe für die FFE sollte voraussichtlich von Thrive Eternal geleitet werden, einem amerikanischen Risikokapitalunternehmen. Die Situation blieb angespannt, da die Entscheidung über die Zukunft des Plans und die mögliche Boykottaktion der UEFA noch ausstehend blieben.