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Sport

FIFA forderte Erklärung zu Handbewegung von VAR-Offizier

Der 'OK'-Zeichen löste Kontroversen über Rassismus aus

Die FIFA suchte eine Erklärung für eine Handbewegung, die vom Videoassistenten-Schiedsrichter Shaun Evans vor dem Sieg Deutschlands gegen Curaçao auf dem Weltcup vollzogen wurde. Die Geste löste unmittelbar eine intensive Spekulation in den sozialen Medien aus und führte zu Forderungen nach Klarheit. Die FIFA hatte in der Vergangenheit bei globaler Berichterstattung über die Weltmeisterschaft kurzzeitig die Schiedsrichter fokussiert. Nach dem Spiel verlangte die FIFA Antworten vom australischen VAR-Offizier, obwohl keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht wurde.

Die Geste von Evans, bei der er die Finger seiner rechten Hand in ein umgedrehtes „OK“-Zeichen formte, besaß zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen. Eine Bedeutung war harmlos, die andere verband die Geste mit einer Form der weißen Überlegenheit. Dieses Zeichen wurde 2019 von der Anti-Diskriminierungs-Liga (ADL) als Hasssymbol in eine Liste aufgenommen. Die ADL erklärte, dass das „OK“-Symbol eine „populäre Trolling-Taktik“ von rechtsextremen Personen darstellte, die sich mit der Geste in sozialen Medien zeigten.

Die Anti-Diskriminierungs-Foren, die mit der FIFA und UEFA zusammenarbeiteten, forderten ebenfalls Klärung. Sie äußerten, dass die Geste eindeutig dem Symbol für „weiße Macht“ in den Kreisen der Rechtsextremen ähnelte. Auch die Organisation „Kick It Out“ schrieb an die FIFA und bat um Erläuterungen zu dieser Handlung. Diese Organisationen suchten nach Verständnis für die Verwendung des Zeichens in einem Kontext von Diskriminierung.

Nach dem Vorfall änderte sich auch das Vorgehen bei den Vorbereitungsritualen vor den Spielen. Bei den drei folgenden Spielen, in denen der VAR-Hub gezeigt wurde, stellten sich die Offiziere nicht mehr für die Kamera auf, sondern blickten auf die Monitore vor ihnen. Die FIFA lieferte keine Begründung für diese Veränderung des Verhaltens.

Der 38-jährige Evans war seit 2017 auf der Liste der FIFA-Schiedsrichter und hatte auch beim Fußball-Weltcup 2022 in Katar eingesetzt. Die Kontroverse zeigte, wie schnell ein einzelnes Verhalten in einem globalen Kontext zu einer tiefgreifenden Diskussion über soziale Symbole und deren politische Implikationen führen konnte.

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