Der somalische Schiedsrichter Omar Artan erhielt seine volle Weltmeisterschaftsvergütung, obwohl ihm die Einreise in die Vereinigten Staaten verwehrt blieb. Artan wurde am Montag am Miami International Airport von den US-Einwanderungsbehörden befragt. Nach der Ablehnung seines diplomatischen Passes und seines Einreisevisums erfuhr er, dass seine Einreise aufgrund einer angeblichen „Assoziation mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ verboten wurde.
Artan erklärte gegenüber den Grenzbeamten, dass er über die korrekten Unterlagen und das richtige Visum verfügte. Er betonte, dass er lediglich ein Schiedsrichter sei, der seinen Traum verfolgte, bei der Weltmeisterschaft zu arbeiten. Er verneinte jegliche Kenntnis über die Organisation Al-Shabab.
Nachdem Artan auf ein Flugzeug nach Turkland zurückgebracht wurde, erhielt er Unterstützung von FIFA-Beamten in Istanbul, bevor er nach Mogadishu, die Hauptstadt Somalias, flog. Quellen berichteten, dass FIFA sich verpflichtet hatte, seinen Lohn zu bezahlen, auch wenn Artan an der Weltmeisterschaft nicht teilnahm. Schiedsrichter wussten nicht im Voraus, welche Vergütung sie für die Schiedsführung bei der Weltmeisterschaft erhielten, welche erst nach Abschluss des Turniers gezahlt wurde.
Artan, der 2025 als Männer-Schiedsrichter des Confederation of African Football (CAF) des Jahres ausgezeichnet wurde, wurde anschließend zur Schiedsführung des UEFA Super Cups zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa in Salzburg, Österreich, am 12. August eingeladen. Er versprach, bei der Weltmeisterschaft 2030 zu schiedsrichtern.
Artan erlebte ein bedeutendes Jahr im Jahr 2025, als er der erste Somali wurde, der eine kontinentale Finalrunde leiten konnte. Im Juni 2025 schiedsrichtern er den zweiten Spieltag des Sieges von Pyramids FC in der afrikanischen Champions League gegen Mamelodi Sundowns. Zudem ernannte FIFA Artan für die U-20-Weltmeisterschaft in Chile und leitete dort drei Spiele, darunter das Vorrunde-Spiel für den dritten Platz. Am Ende des Jahres schiedsrichtern er zwei Gruppenspiele der afrikanischen Meisterschaft, wobei er bereits 2024 an diesem Turnier teilgenommen hatte.