Eine bedeutende Filmgewerkschaft in Indien forderte einen Boykott gegen den Superstar Ranveer Singh. Die Gewerkschaft bat ihre Mitglieder, nicht mit dem Schauspieler zusammenzuarbeiten, nachdem dieser angeblich abrupt aus dem bevorstehenden Film Don 3 zurückgetreten war. Die Federation of Western India Cine Employees (FWICE), eine große Verbandsorganisation für Tausende von Film- und Fernsehmitarbeitern, erklärte, dass die Produzenten bereits rund 450 Millionen Rupien für die Vorproduktion ausgegeben hatten, als Singh den Film verlassen hatte.
Die FWICE forderte den Schauspieler mehrfach auf, seine Position zu erläutern, doch er weigerte sich. Der Verband verkündete eine „Nicht-Kooperationsanweisung“ gegen den Schauspieler, bis er sich den Vertretern der Gewerkschaft begegnete. Der Präsident der FWICE, BN Tiwari, äußerte sich dazu, indem er erklärte: „Wir entschieden uns, der Branche eine Botschaft zu senden, dass ein Superstar nicht größer ist als die Regeln.“
Diese Maßnahme stellte zwar kein formelles Verbot dar, er zog jedoch große Aufmerksamkeit auf sich, bedingt durch den Ruhm von Singh und die Popularität der Don-Reihe, einer der bekanntesten Action-Serien der Branche. Die Filme drehten sich um eine charismatische und schwer fassbare Unterweltfigur, die ein globales kriminelles Imperium aufbauen wollte. Don 3, das 2023 angekündigt wurde, sollte die Reihe fortsetzen, wobei Singh die neue Hauptrolle übernahm.
Der Streit entzündete sich, nachdem der Regisseur Farhan Akhtar eine Beschwerde gegen Singh bei der FWICE einreichte. Der Verband offiziell behauptete, Singh habe den Film etwa drei Wochen vor Beginn der Dreharbeiten verlassen, nachdem die Produzenten bereits erhebliche Mittel in die Vorbereitung und internationale Termine investiert hatten. Ein Sprecher des Schauspielers äußerte sich in einer Stellungnahme, die in verschiedenen indischen Medien veröffentlicht wurde, und betonte, dass Singh „den höchsten Respekt“ vor der Filmindustrie und der Don-Reihe zeigte und sich bewusst zur Stille zurückzog.
Die Reaktion auf den Konflikt war gespalten. Einige Nutzer hinterfragten, ob Singh unfair angegriffen wurde, da er nicht der erste Schauspieler war, der einen Film verließ. Andere unterstützten die Produzenten und argumentierten, dass Großproduktionen große finanzielle Verpflichtungen beinhalteten, die durch kurzfristige Abgänge gestört werden konnten, und dass Singh „den Preis für sein Unprofessionelles“ zahlte. Der Schauspieler befand sich damit erneut im Zentrum öffentlicher Kontroversen, beispielsweise nach einer Imitation einer Ritualsequenz aus dem Film Kantara, was zu Kritik führte und eine Entschuldigung nachfolgte.