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Politik

Flughafen zieht Umweltwerbung zurück, lässt Bergbauanzeigen laufen

Konflikt zwischen kommunalen Interessen und kommerziellen Vorgaben bei Wahlkampfwerbung

Umweltorganisationen beklagten den Rückzug ihrer Werbekampagnen vom Flughafen Adelaide. Die Anzeigen, die auf politische Politiker der Arbeiterpartei abzielten, wurden von der Flughafeninfrastruktur als zu politisch eingestuft und entfernt. Im Gegensatz dazu blieben Werbeanzeigen, die Gas und Bergbau förderten, aktiv. Diese Entscheidung löste bei den Umweltverbänden erhebliche Kritik aus, da sie den Eindruck erweckten, dass kommerzielle Interessen den Anliegen der Gemeinschaft überstellten.

Die Murray-Darling Conservation Alliance (MDCA) und die Bob Brown Foundation berichteten, dass ihre Anzeigen entweder zurückgezogen oder blockiert worden waren. Die Werbeanzeige der MDCA, die auf einem elektronischen Plakat im Flughafenbereich lief, verschwand am Morgen des 22. Juli. Craig Wilkins, Co-Direktor der Alliance, erklärte, dass die Anzeige genehmigt und bezahlt worden war, doch sie plötzlich verschwunden war. Er verwies darauf, dass die Werbeagentur JCDecaux mitteilte, dass der Flughafen die Anzeigen als „zu politisch“ erachtete.

Die Adelaide Park Lands Association versuchte ebenfalls, ihre Kampagne „Stop the Chop“ zu bewerben, um den Rückbau von Bäumen in den Stadtparks zu verhindern. Der Präsident der Organisation, Mat Monti, informierte, dass ein Plakat am Hauptausgang des Flughafens geplant war, doch die Anzeige wurde am Freitag abgelehnt. Monti kritisierte die Entscheidung scharf und stellte fest: „Das Unternehmensinteresse triumphiert über das Gemeinschaftsinteresse.“

Die Bob Brown Foundation sah sich ebenfalls mit Einschränkungen konfrontiert. Ihre Anzeigen liefen in vier verschiedenen Standorten, doch der Flughafen teilte mit, dass die Anzeigen ab dem 23. Juli mittags nicht mehr erscheinen sollten. Die Stiftung erhielt eine Mitteilung von JCDecaux, in der erklärt wurde, dass die Kampagne aufgrund einer Anforderung des Flughafens zurückgezogen wurde. Der Flughafen betonte, dass er als Eigentümer des Landes die letzte Entscheidung über die Werbeausrichtung hatte.

Bob Brown bezeichnete diesen Schritt als „Trump-ähnliches Verhalten“ und forderte Anthony Albanese auf, die Wiederaufnahme der Anzeigen, die für gute ökologische und soziale Ergebnisse eintraten, unverzüglich zu veranlassen. Der Flughafen Adelaide erklärte, dass er Richtlinien für Werbeanzeigen auf seinen Flächen habe, die politischer Natur seien. Werbeanzeigen, welche diese Richtlinien nicht erfüllten, wurden von der Flughafeninfrastruktur entfernt.

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