Benjamin Netanjahu erklärte, es sei zu früh, den Täter des angeblichen Versuchs, einen Flug nach Tel Aviv zu abstürzen, zu bestimmen. Gleichzeitig bezeichnete der Botschafter Israels bei den Vereinten Nationen den Vorfall als „Terroranschlag“, ohne eine Schuldzuweisung vorzunehmen. Danny Danon teilte den Fox News mit, dass Israel keinen Zweifel hatte, dass es sich um einen Terroranschlag durch einen radikalen Einzelnen handelte, jedoch konnte die Verbindung zu einem Terrorstaat oder einer Terrororganisation noch nicht hergestellt werden.
Die Fluggesellschaft flydubai suspendierte alle Flüge nach und von Israel, während die Ermittlungen liefen. Der Vorfall begann, als ein Pilot an Bord des Flugzeugs auf dem Cockpit einen anderen Pilot st찔, in dem Versuch die Kontrolle über das Fluggerät zu übernehmen. Die Flugroute von Dubai nach Tel Aviv befand sich mit über 170 Personen, die größtenteils aus Israel stammten.
Mehrere Passagiere zeigten außergewöhnlichen Mut. Sie stürmten in das Cockpit und kämpften gegen den angeblichen Angreifer, als das Flugzeug steil abfiel. Sie gelang es schließlich, die Kontrolle zu übernehmen und das Flugzeug zu stabilisieren, bevor es in Saudi-Arabien landete.
Der gestochene Pilot, identifiziert als indischer Kapitän Smit Machchhar, wurde von den saudischen Behörden befragt. Netanjahu teilte mit, dass er erwartete, dass der Verdächtige bald in die Vereinigten Arabischen Emirate verbracht wurde, wo der Flug gestartet war. Israelische Beamte gaben an, den Angreifer sei ein omanischer Staatsbürger gewesen, jedoch gab weder Oman noch die Vereinigten Arabischen Emirate Stellung.
Das Außenministerium Israels informierte die Welt über den Vorfall als „Versuchter Terroranschlag gegen Israelis, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Abraham-Abkommen“, womit die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern im Jahr 2020 gemeint war. Donald Trump äußerte sich am Abend skeptisch und nannte den Co-Piloten möglicherweise einen Terroristen oder einen „Whack-Job“, der den Pilot gestochen hatte.
Ein Passagier teilte dem Premierminister eine detaillierte Sicht der Ereignisse mit. Er berichtete, dass er und andere Passagiere Schreie hörten und den Druckabfall spürten, als das Flugzeug abstürzte. Er beschrieb, wie er den Angreifer packte und ihn aus dem Cockpit zog, bevor andere Crewmitglieder die Kontrolle übernahmen. Kapitän Machchhar, der den Notruf abgab, erhielt eine öffentliche Anerkennung. Der indische Premierminister Narendra Modi lobte Machchhar als „Held“ für seinen Mut und seine Entschlossenheit, das Leben anderer zu schützen.