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Flugvorfall am Flughafen Sydney: Behörde verzögerte Meldung

Airservices Australia verteidigte die Entscheidung, keinen sofortigen Bericht über den Sicherheitsvorfall zu erstatten

Die Organisation, welche die australischen Lufträume verwaltete, verteidigte ihre Entscheidung, keinen sofortigen Bericht über einen Sicherheitsvorfall am Flughafen Sydney zu erstatten, als ein Virgin-Flug den Start abbrach. Der Chefunternehmer von Airservices Australia, Rob Sharp, erklärte, dass der Vorfall die Meldeschwelle nicht erfüllte, da eine erhebliche Distanz zwischen dem Virgin-Flug und einem Qantas-Flug, der vor ihm die Startbahn kreuzte, bestand.

Sharp betonte, dass die Flugverkehrskontrollleute die Freigaben widerrufen hatten, während die Flugzeuge noch über einen Kilometer voneinander entfernt waren. Er erklärte, dass diese Kriterien nach ihrer Sichtweise die zwingenden Meldeanforderungen nicht erfüllten, obwohl die Organisation bereit sei, die umgebenden Daten zu prüfen und Verbesserungen vorzunehmen, falls nötig.

Der Vorfall wurde vier Tage nach dem Ereignis dem australischen Amt für Luftfahrtssicherheit (ATSB) übermittelt. Dies stellte den dritten Sicherheitsvorfall am meistbefeuerten Flughafen des Landes in den letzten Wochen dar. Die ATSB berichtete, dass jährlich etwa sechzig „Startbahnüberquerungen“ in Australien stattfanden, diese ereigneten jedoch selten an großen Flughäfen oder mit großen Flugzeugen.

Der Pilot des Virgin-Fluges sah den Qantas-Flug vor sich, reduzierte die Schubkraft und stoppte das Flugzeug. Dieser Vorfall folgte nur wenige Stunden nach einem anderen Zwischenfall, bei dem ein Jetstar-Flug knapp einen Zusammenstoß mit einem Qatar Airways-Flug auf dem Sydney-Vorplatz vermied. Diese Ereignisse lenkten die nationale Aufmerksamkeit auf den Mangel an Flugverkehrskontrollleuten.

Ein dritter Vorfall ereignete sich Ende Juli, als ein Qantas-Flug zunächst freigegeben wurde, eine Startbahn vor einem anderen Flugzeug zu kreuzen, das gerade gelandet war. Die Behörde für Luftfahrtssicherheit suchte Gründe für die verspätete Meldung des jüngsten Vorfalls. Der Chefkommissar der ATSB erklärte, dass es zu früh sei, um Schlussfolgerungen zu ziehen, aber die Behörde würde alle organisatorischen oder systemischen Probleme, welche zum Vorfall zwischen den Virgin- und Qantas-Flugzeugen beigetragen hatten, in Betracht ziehen.

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