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Flut katastrophal: Grenzgebiet Nepal-China wurde von Überschwemmung verwüstet

Brücke und Grenzkomplex verschwanden; Hunderte Menschen verschwanden

Eine katastrophale Flut traf das abgelegene Grenzgebiet zwischen Nepal und China. Am 26. August stürzte eine Welle aus Wasser, Schlamm und Felsbrocken die Region hinab. Videoaufnahmen zeigten, wie eine dunkle Wand aus Wasser und Geröll hinter den Gebäuden in Gyirong aufstieg und die Infrastruktur zerstörte. Die genauen Abläufe der Ereignisse blieben schwer rekonstruierbar, doch Satellitenbilder und Videofragmente enthüllten den Umfang der Zerstörung. Ein Großteil des Grenzkomplexes verschwand, und Gebäude, die zuvor den Talboden füllten, waren vollständig weggespült.

Direkt an der Grenze, in Rasuwagadhi im Distrikt Rasuwa Nepals, war die Verwüstung ebenfalls weit verbreitet. Die Freundschaftsbrücke, welche Nepal und China verband, wurde weggespült. Auch die Einwanderungs- und Zollanlagen Nepals verloren ihre Funktion. Das Handelsdorf Timure, das sich um die Überquerung gruppierte, erlitt ebenfalls erhebliche Schäden. Ein Hydrologe bemerkte, dass die Route geologisch anfällig sei, da sie durch tiefe Schluchten und steile Flüsse gekennzeichnet war, welche große Felsbrocken transportierten. Diese Route bildete einen wichtigen Durchgang für Pilger und Händler zwischen Kathmandu und Tibet.

Am Morgen der Flut befanden sich über hundert indische Staatsbürger in der Nähe der Überquerung. Das nepalesische Einwanderungsamt versuchte, die Personen zu ermitteln, die vor der Katastrophe durch die Grenze gingen. Elektronische Aufzeichnungen zeigten, dass achtundneunzig Nepalesen und Ausländer die Einreise nach Tibet vollzogen hatten, während vier Personen die Einreise nach Nepal registrierten. Vier Mitarbeiter des Einwanderungsamtes, darunter der Leiter der Rasuwagadhi-Stelle, verschwanden in der Flut. Die Frau, welche die letzten Transaktionen aufzeichnete, fehlte ebenfalls.

Die Flut begann weniger als zehn Minuten nach der letzten elektronischen Transaktion. Seismische Instrumente detektierten Bewegung in den Bergen oberhalb der Grenze, was später auf den Einsturz eines Gletschers zurückgeführt wurde, der die Flut auslöste. China berichtete, dass der Schlamm innerhalb von sieben Minuten von seiner Herkunft an die Grenzüberquerung gelangte. Es blieb unklar, wo sich die Menschen befanden, als die Flut traf. Schätzungen zufolge könnten zwischen zweitausend und fünftausend Menschen in die Flut geraten sein. Der Verlust überstieg die offiziellen Zahlen bei Weitem.

Die Situation wirkte sich auf den Handel und die Entwicklung der Region aus. Rasuwagadhi galt als einer der beiden Haupthandelsknotenpunkte Nepals mit China. Die Schließung der Route verstärkte die Abhängigkeit Nepals von Tatopani. Experten forderten eine Alternative Handelsroute und eine Überprüfung der Entwicklungspolitik, insbesondere der Wasserkraftprojekte entlang des Flusssystems. Es wurde betont, dass Nepal eine alternative Grenzhafenentwicklung benötigte.

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