Ein ehemaliger US-Olympiasieger wurde wegen angeblicher Beschädigung des Washington Reflecting Pool in Washington D.C. festgenommen. David „Davey“ Hearn, 67 Jahre alt, wurde am Freitag am Poolrand festgehalten, als er eine lange Fahrradtour beendete. Hearn erklärte gegenüber der BBC, er habe lediglich einen Gummistreifen berührt, der vom Boden des Pools abgelöst war, als er von der Polizei und dem Nationalgarde-Trupp gestoppt wurde.
Der Champion im Kanusport sah sich nun einer Vergehenanklage wegen Zerstörung von Staatsbesitz gegenüber. Der Reflecting Pool hatte kürzlich ein mehr Millionen Dollar umfassendes Sanierungs- und Malerprojekt durchlaufen, doch die Farbe begann bereits abzublättern. Trotz der Renovierung blieb der Pool von Algen und den jüngsten Problemen mit der Abblätterung der Farbe heimgesucht. Die historische Anlage, die sich zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument erstreckte, litt lange unter Leckagen, struktureller Verschlechterung, fehlerhaften Rohren, Algenwachstum und Vogelkot.
Präsident Donald Trump hatte die Umgestaltung des Pools als Teil seiner Bemühungen zur Verschönerung der Hauptstadt vor den Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten gefördert. Trump behauptete in einem Beitrag auf Truth Social, die Parkpolizei habe mehrere Personen wegen Vandalismus des „prächtigen Reflecting Pools“ verhaftet. Er stellte fest, dass solche Handlungen „sehr ernste Verbrechen“ seien, die die Zerstörung nationaler Denkmäler betrafen.
Hearn widersprach diesen Vorwürfen entschieden. Er erklärte gegenüber der BBC, er habe weder die Farbe zerstört, gerissen, zerrissen, abgezogen oder entfernt. Er betonte, dass der Zustand jeglicher Teile des Pools unverändert blieb und von seiner Ankunft bis zu seinem Verlassen nicht beeinträchtigt worden sei. Er bezeichnete die Verhaftung als eine „willkürliche, launische Verfolgung“. Hearn deutete an, dass jemand mit höherer Stellung eine Demonstration gegen ihn vollzogen habe.
Hearn erwähnte, dass er lediglich kurz den Stoff berührt habe, bevor ein Mitarbeiter, der die Algen vom Pool entfernte, ihn aufhielt. Er gab an, dass er gesehen habe, wie ein nationaler Nachrichtenredakteur den Stoff bei einem Bericht über die Probleme des Pools berührte. Er betonte, dass er keine Schuld empfand und die Beschädigung nicht verursacht habe.