Frankreich verbot den Alkoholkonsum bei öffentlichen Veranstaltungen während des jährlichen Fête de la Musique aufgrund einer roten Hitzewarnung. Die Regierung ergriff diese Maßnahme, da die Temperaturen in mehreren französischen Départements auf Rekordniveau stiegen. Die Behörden argumentierten, dass die Einschränkung notwendig sei, um die Notfalldienste zu schützen und das medizinische Personal auf die Versorgung der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen konzentrieren zu können.
Die Hitzewelle führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im ganzen Land. Es wurden Dutzende von Zügen abgesagt und Unterrichtsstunden ausgesetzt. Das Wetterdienst Météo-France äußerte sich unsicher bezüglich der Dauer der Hitzewelle, welche voraussichtlich etwa drei Viertel der Bevölkerung betraf. Die Temperaturen erreichten im Südwesten und in der Region Paris zwischen 39 und 40 Grad Celsius, mit Aussicht auf Spitzenwerte von bis zu 41 Grad Celsius.
Die Regierung forderte durch die Verbotspolitik eine Begrenzung des Alkoholkonsums. Ziel war es, die Kapazitäten der Notfallversorgung zu bewahren und den medizinischen Fachkräften die Möglichkeit zu geben, sich auf die Versorgung der vulnerablen Bevölkerung zu konzentrieren. Die Hitzewelle hatte das Land bereits über mehrere Tage hinweg gestört.
Obwohl die Fête de la Musique seit über vierzig Jahren stattfand und stets zum Sommersonnenwende abgehalten wurde, veranlasste die extreme Hitze zu diesen weitreichenden Entscheidungen. Um Pariser und Touristen zu unterstützen, hielten die Behörden Parks und Gärten in der Hauptstadt während der Nacht geöffnet.