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Politik

Frankreich suspendierte den Einsatz von Pfeffersprengern nach Handverlust bei Schülerprotesten

Untersuchungen wegen unverhältnismäßiger Gewalt eröffneten sich im Zuge der jüngsten Ausschreitungen

Frankreich suspendierte den Einsatz von Pfeffersprengern bei studentischen Protesten, nachdem ein fünfzehnjähriger Junge in Lens eine Hand verloren hatte. Die Entscheidung traf das Innenministerium, als die Sachlage bezüglich des Vorfalls vom Montag unklar blieb und widersprüchliche Aussagen von Demonstranten und Behörden vorlagen. Dies geschah inmitten einer anhaltenden Unruhe, bei der über fünfhundert Schulen ganz oder teilweise geschlossen wurden und die Regierung auf die Forderungen der Studierenden reagieren musste.

Der Vorfall, bei dem ein Pfeffersprenger in unklaren Umständen abgefeuert wurde, führte zum Verlust der Hand des Jungen in der Nähe der Auguste Béhal-Schule. Obwohl die Behörden angaben, dass der Junge den Granatenkörper aufgenommen hatte, behaupteten die Schüler, er sei direkt von einem Beamten getroffen worden. Das Innenministerium erklärte, der Einsatz der Sprengkörper sei bis zur Klärung der Umstände auszusetzen, da es Fragen der Verhältnismäßigkeit der Polizeiarbeit aufwarf.

Die Proteste hatten sich auf die schlechten Bildungsinfrastrukturen, überfüllte Klassen und mangelnde Lehrkräfte konzentriert. Seit Beginn der Demonstrationen hatten sich zahlreiche Verletzte ergeben, darunter Teenager, Lehrpersonal und Polizeibeamte. Es wurden achtundzwanzig Ermittlungen wegen mutmaßlicher Brutalität eingeleitet, wobei insbesondere die Frage der Verhältnismäßigkeit der polizeilichen Maßnahmen im Fokus stand. Ein weiterer Vorfall, bei dem ein anderer Schüler mit einer Tränengranate in die Gesichtsregion getroffen wurde, verstärkte die Besorgnis hinsichtlich der Anwendung von Polizeitechniken.

Die Regierung reagierte auf die Eskalation mit einer Notfallbesprechung, um eine Lösung für die Krise zu finden, die durch die Proteste ausgelöst wurde. Die politischen Spannungen wurden zusätzlich durch die wirtschaftliche Lage Frankreichs verstärkt, welche die Handlungsfähigkeit der Regierung bei der Erfüllung der Forderungen der Demonstranten einschränkte. Die Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen kritisierten wiederholt den Einsatz unnötiger Gewalt durch die Polizei.

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