Die französischen Polizeibehörden erlaubten den Einsatz von Wasserwerfern gegen Asylsuchende im Rahmen eines Abkommens mit dem Vereinigten Königreich. Zwei Spezialpolizeieinheiten, darunter eine Rioteinsatzgruppe mit fünfzig Beamten, begannen die Arbeit, die Flucht von Asylsuchenden und Schleusern unter dem Abkommen für die Sommermonate zu verhindern. Informierte Quellen berichteten, dass französische Riot-Offiziere der Compagnies Républicaines de Sécurité (CRS) das Recht erhielten, Wasserwerfer, CS-Gas und Stöcke im Rahmen ihrer öffentlichen Ordnungsmacht einzusetzen.
Der Einsatz von Wasserwerfern, der einen Hochgeschwindigkeitsstrahl freisetzte, war in Großbritannien aufgrund von Bedenken hinsichtlich der „polizeilichen Zustimmung“ verboten. Dennoch erlaubte man den Einsatz in Nordirland und nutzte ihn letzte Woche zur Beruhigung von Anti-Einwanderungsprotesten. Eine Flüchtlingsorganisation bezeichnete den Einsatz als „krankmachend“ und kritisierte die Haltung der britischen Regierung. Sie argumentierte, dass die Finanzierung solch gewalttätiger Taktiken gegen Flüchtlinge in Frankreich die Gleichstellung der Menschen untergrub.
Der Premierminister Keir Starmer verkündete den Einsatz von französischen Riot-Polizei und 75 Beamten der Compagnie de Marche an den französischen Stränden auf dem G7-Gipfel in Évian-les-Bains. Starmer betonte, dass diese Eliteeinheiten ein Element des Abkommens seien, welches die Zusammenarbeit zwischen den Ländern auf eine neue Ebene hob. Eine dauerhafte Spezialeinheit der CRS, die auf den Einsatz von Demonstrations- und Kontrolle taktik trainiert wurde, wurde zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung entsandt.
Die Home Office erklärte, dass diese Teams besser gerüstet seien, um auf feindliche Menschenmengen und sich wandelnde Schleusertaktiken zu reagieren und illegale Migranten aufzuhalten. Die CRS nutzten Wasserwerfer bereits bei früheren Vorfällen, um Unruhen zu beenden, und wurden im Juli in Calais und Dunkirk fotografiert, als sie versuchten, Gangmitglieder und Asylsuchende von kleinen Booten fernzuhalten.
Die CRS sah sich jedoch auch mit Vorwürfen der Brutalität und des Rassismus konfrontiert. Mehrere Beamte wurden wegen Schlätermittels gegen friedliche Demonstranten verurteilt. Die Home Office berichteten, dass die Mittel für die Finanzierung der französischen Rioteinsatzgruppe aus französischen Regierungsmitteln stammten, obwohl die Entsendung im Rahmen des Abkommens erfolgte. Die CRS antwortete auf mehrere Anfragen zur Stellungnahme nicht.