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Französische Behörden stoppten Boote zehnmal

Interventionsstrategien gegen Migrationsbewegungen

Französische Behörden stoppten seit dem Frühling zehnmal kleine Boote auf See im Kanal, berichteten offizielle Stellen am Freitag. Trotz Behauptungen der Konservativen und der Reformpartei, Frankreich habe die Intervention in die Überfahrten von kleinen Booten verweigert, setzten maritime Präfekturbeamte jedoch „Interventionsstrategien“ ein, um Schiffe auf See zu beordnen oder zu kontrollieren und Asylsuchende zurück nach Frankreich zu bringen. Diese Enthüllung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem politische Parteien erneut versuchten, die Initiative bezüglich der kleinen Boote im Sommer zu ergreifen.

Der Schattenminister für inneres Vermögen, Chris Philp, konfrontierte letzte Woche die französischen Polizei an einem Strand bei Boulogne und veröffentlichte Aufnahmen in X eines Beamten, der erklärte: „Unser Befehl ist, ihnen zu erlauben, zu gehen. Wir müssen ihnen nur sagen: ‚Machen Sie das nicht. Es ist gefährlich.‘“ Früher in dieser Woche besuchte der Reform-Abgeordnete Lee Anderson Calais und erklärte, die französischen Polizeibeamten hätten die Menschen „buchstäblich auf Boote hinausgeweht“.

In einer ungewöhnlichen Intervention erklärte Charlie Eastaugh, Direktor für maritime Angelegenheiten und kleine Boote beim Grenzschutzkommand, dass die in den letzten Wochen beobachteten Vorfälle eine deutliche Erinnerung an die Gefahren darstellten, die kriminelle Banden durch die Ausbeutung von Menschen für Profit darstellten. Er betonte, dass es nicht einfach sei, aus dem Kontext gerissene Bilder anzusehen und zu glauben, dass wenig gegen diese Überfahrten unternommen wurde. Er erklärte weiter, dass die französischen Beamten unermüdlich daran arbeiteten, Starts vor der Erreichung der britischen Küsten zu verhindern. Ihre Bemühungen umfassten das Bekämpfen gewalttätiger Personen mit Waffen, das Auflösen großer Menschenmengen, das Festnehmen von Schmugglern, das Beschlagen von Ausrüstung und das Sammeln wichtiger Beweise für die Strafverfolgungen.

Die Kommandanten bewerteten jede Konfrontation mit Asylsuchenden sowohl nach Befehl als auch durch einzelne Polizeibeamte und Gendarmerie, welche die Sicherheit ihrer Beamten mit der Sicherheit der Öffentlichkeit, einschließlich großer Gruppen oft aufgeregter Menschen und Gangmitglieder, abwägen mussten. Am Sonntag, als Andy Burnham das HM Coastguard in Dover besuchte, wurden die Grenzschutzbeamten vorwarnet, dass es ein „roter Tag“ sei, an dem die Bedingungen ruhig genug waren für mehrere kleine Bootsüberfahrten. Zwei kleine Boote versuchten, aus Frankreich zu starten, aber eines wurde auf See abgefangen, während das andere an Land gestoppt wurde.

Die Zahl der kleinen Boote, die den Kanal überquerten, sank im Zeitraum von Januar bis Mitte Juli 2025 um 43 Prozent – von 21.690 Personen im Vorjahr auf 12.469 Personen in diesem Jahr. Dieser Rückgang erfolgte trotz heißer und trockener Bedingungen, welche normalerweise mit einem Anstieg der Überfahrten verbunden waren. Britische Beamte glaubten, dass staatliche Initiativen, um „die Boote zu stoppen“, durch die Finanzierung der französischen Behörden mit weiteren 660 Millionen Pfund im April das Geschäftsmodell der Menschenschmuggler in Nordfrankreich gestört und die Zahl der Überfahrten nach Großbritannien reduziert hatten.

Die Banden passten ihre Taktiken an. Die Bootsstarts verbreiteten sich entlang der Küste, wobei einige aus Belgien und andere aus so weit wie Dieppe stammten, eine Strecke von 70 Meilen (113 Kilometer) bis zum Vereinigten Königreich, verglichen mit der Route von Calais nach Dover von 27 Meilen. Die Behörden befürchteten, dass der Trend hin zu „Mega-Dinghies“ – größeren motorisierten Booten – mehr Menschen gefährdete. Mehr als 170 Migranten wurden am Dienstag gerettet, nachdem das Boot, das sie zur Überquerung des Kanals benutzt hatten, in Brand geriet. Der anhaltende Rückgang der Überfahrten galt als positives Ergebnis für Burnham, da er seine frühen Wochen in der Regierung auf die Festlegung seiner politischen Agenda konzentrieren konnte. Shabana Mahmood, die Burnham als Innenministerin behielt, zeigte sich zögerlich, den jüngsten Rückgang zu feiern, da sie sich bewusst war, dass der Trend sich ändern könnte, wenn im späten Sommer und Herbst eine Zunahme der Ankünfte erfolgte.

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