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Politik

Französische Marine beschlagnahmte russischen Öltransporter im Atlantik

Operation gegen die ‚Schattenflotte‘ zur Durchsetzung internationaler Sanktionen

Die französische Marine beschlagnahmte einen Öltransporter, der mit Russland in Verbindung stand, im Atlantik. Die Maßnahme diente dem Kampf gegen die sogenannte ‚Schattenflotte‘ russischer Schiffe, welche internationale Sanktionen umgingen. Frankreich verkündete die Beschlagnahmung als Teil einer Operation, die die Einhaltung des Seerechts und internationaler Verpflichtungen sicherte.

Der Transporter, genannt Tagor, wurde am Sonntagmorgen in internationalen Gewässern, über vierhundert nautische Meilen westlich von Bretagne, festgenommen. Die Aktion erfolgte mit Unterstützung des Vereinigten Königreichs und anderer Partnerstaaten, wie der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte. Die französischen Behörden gaben an, dass das Schiff auf dem Weg von Murmansk in Nordwestrussland befand.

Macron betonte, dass die französische Marine ein Schiff beschlagnahmte, das internationalen Sanktionen unterlag und aus Russland segelte. Er veröffentlichte ein Video, das die Festnahme zeigte, bei dem Kommandoeinheiten von einem Hubschrauber auf das Schiff stiegen. Er kritisierte die Umgehung internationaler Sanktionen und die Finanzierung des Krieges Russlands gegen die Ukraine.

Die russische Botschaft in Paris forderte Informationen über russische Staatsbürger an Bord des Tagor. Vorläufige Angaben besagten, dass der Kapitän ein russischer Staatsbürger sei. Die maritime Präfektur erklärte, dass die Operation darauf abzielte, die Nationalität eines Schiffes zu überprüfen, das eine falsche Flagge flog. Nach der Inspektion bestätigten die Dokumente den Verdacht auf eine Unregelmäßigkeit der Flagge. In Übereinstimmung mit dem internationalen Recht und auf Antrag des Staatsanwalts wurde das Schiff umgeleitet.

Die Behörden erklärten, dass der Transporter von der französischen Marine zu einem Ankerpunkt für weitere Überprüfungen eskortiert wurde. Die Entscheidung zur Umleitung erfolgte am Sonntagabend, mit dem Ziel, die Gültigkeit der Flagge zu verifizieren. Es zeigte sich, dass die Schiffe der Schattenflotte häufig Flaggen wechselten, um die Verfolgung zu vermeiden. Frankreich hatte bereits in früheren Fällen andere Schiffe dieser Flotte beschlagnahmt und Strafen gegen die Eigentümer verhängt.

Die britische Regierung hatte bereits im März die Genehmigung erteilt, dass die britische Armee Schiffe der Schattenflotte besetzen durfte. Dennoch kreuzten Dutzende Schiffe, die mit Russland in Verbindung standen, die britischen Gewässer. Die Maßnahmen Frankreichs und Großbritanniens zielten darauf ab, Schiffe zu behindern, die Sanktionen umgingen. Die Zahl der Schiffe, die von den Sanktionen betroffen waren, erreichte über sechshundert, was die Notwendigkeit dieser Kontrollen unterstrich.

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