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Wissenschaft

Frau isoliert auf Pitcairn nach Kontakt mit Hantavirus

Kontakt über Kreuzfahrt: Gesundheitsbehörden bewerteten das Risiko als gering

Eine Frau isolierte auf den Pitcairn-Inseln, einem abgelegenen britischen Überseegebiet im Südpazifik, nach Kontakt mit einer hantavirusinfizierten Person. Die Frau hatte auf einer Kreuzfahrt mit dem Schiff MV Hondius reisen können. Ein lokaler Regierungssprecher teilte der BBC mit, dass die Person Kontakt zu einer hantavirusbelasteten Einzelperson hatte, zeigte jedoch keine Anzeichen einer Erkrankung.

Das britische Außenministerium bestätigte, dass es über eine Person aus dem MV Hondius informiert war, die auf die Pitcairn-Inseln gereist war. Die Behörden erklärten, dass die Frau kein Verdachtsfall darstellte und das Risiko für die Öffentlichkeit gering blieb. Die Frau hatte am 7. Mai aus San Francisco geflogen und über Tahiti und Mangareva in Französisch-Polynesien gereist.

Das Schiff MV Hondius trug die Flagge der Niederlande und transportierte 147 Passagiere und Besatzungsmitglieder aus 23 Ländern. Drei Personen starben auf dem Schiff; zwei davon wurden als Virusfälle bestätigt. Eine dritte Person hatte frühe Symptome entwickelt und galt als erste infizierte Person, starb jedoch vor der Testung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte anschließend neun Fälle und zwei weitere Verdachtsfälle. Der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, erklärte zu diesem Zeitpunkt, es gäbe kein Anzeichen für einen größeren hantavirusbedingten Ausbruch nach der Evakuierung der letzten Passagiere.

Obwohl Hantaviren üblicherweise durch Nagetiere übertragen wurden, war die menschliche Übertragung der Anden-Stammvariante, die die WHO vermutete, einige Passagiere auf dem Schiff in Südamerika infiziert hatte, möglich. Symptome umfassten Fieber, extreme Erschöpfung, Muskelschmerzen, Magen- und Darmentzündungen sowie Atemnot.

Die britische Gesundheitsbehörde (UKHSA) legte die Isolationsdauer für enge Kontakte von Fällen, wie sie auf dem Schiff bestand, auf fünfundvierzig Tage fest. Die französische Regierung entschied, dass die Frau, obwohl sie asymptomatisch war, nicht in Französisch-Polynesien reisen durfte, solange sie ein Risiko für andere darstellte. Die Behörden hielten ein Notfalltreffen ab und legten fest, dass die Frau die Insel nicht verlassen durfte, solange sie eine Gefahr für andere darstellte.

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