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Politik

Frau in Somalia wegen friedlichen Protests in Haft

Verdacht auf Folter und Menschenrechtsverletzungen in der somalischen Inhaftierung

Eine Frau namens Sadia Moalim Ali, 27 Jahre alt, befindet sich in Somalia in Haft wegen ihrer politischen Aktivität. Sie berichtete über schwere Misshandlungen durch ihre Wärter während ihrer Inhaftierung. Ali schilderte, dass sie von zwei männlichen Wärtern nackt gemacht, mit Stöcken und Füßen geschlagen und in einer kleinen Zelle ohne Nahrung für zwei Tage festgehalten wurde. Diese erlebten Misshandlungen wurden als Folter definiert, welche nach internationalem Recht und der UN-Konvention gegen Folter strengstens verboten sind.

Ali wurde am 12. April wegen ihrer Kritik an der Regierung, insbesondere bezüglich Korruption, Vetternwirtschaft und hoher Treibstoffpreise, festgenommen. Sie nutzte soziale Medien, um ihre Ansichten öffentlich zu äußern. Nach der Verlegung in die zentrale Haftanstalt Mogadischus blieb sie dort. Sie betonte, dass ihr Zugang zu einem Rechtsbeistand verwehrt wurde und sie ohne ordnungsgemäßes rechtliches Verfahren in die Gerichte gebracht wurde.

In einem Interview berichtete Ali, dass sie aufgrund ihrer Medienarbeit bereits vor früheren Kontakten bestraft wurde. Sie äußerte sich besorgt über die Art der Behandlung, die sie erlitt, und appellierte eindringlich an die Gerechtigkeit für ihre Rechte und ihre Freiheit. Menschenrechtsorganisationen stellten fest, dass Frauen in Somalia regelmäßig einer Reihe von Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Dazu gehören sexuelle Gewalt und die systematische Nutzung von Gewalt, um Frauen zu falsche Geständnisse zu zwingen und sie zu demütigen.

Die Haftbedingungen in der Einrichtung waren extrem unzureichend. Die Zelle, die als „Todeszelle“ bezeichnet wurde, besaß keine Belüftung und war überfüllt. Die Bedingungen waren so miserabel, dass selbst gesunde Personen erkrankten. Ali berichtete über körperliche Beschwerden und Schlafstörungen und drückte ihren Wunsch aus, ihre Aktivität einzustellen. Sie forderte die sofortige Freilassung und die Wiederherstellung ihrer Rechte.

Politische Akteure und Menschenrechtsverteidiger kritisierten die Inhaftierung als nationale Schande und als Zeichen der Unsicherheit der Regierung. Sie betonten, dass die Meinungsfreiheit ein grundlegendes bürgerliches Recht sei. Die somalische Regierung reagierte auf die Kritik nicht und gab keine Stellungnahme zu den Vorwürfen der systematischen Unterdrückung von Aktivisten und Journalisten seit 2022.

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