Nach Monaten intensiver Verhandlungen bildete die amtierende Premierministerin Mette Frederiksen eine Zentrum-Linke-Mehrheitsregierung. Die Verhandlungen folgten auf die unentschiedene Parlamentswahl im März, bei der zwölf Parteien Sitze gewannen. Die Sozialdemokraten erzielten zwar die meisten Stimmen, erlebten jedoch ihre schwächste Leistung seit 1903. Frederiksen gab an, dass der Kompromiss nach langen und zähen Gesprächen zustande kam, und kündigte die neue Kabinettbesetzung für Mittwoch an.
Der neue Kabinettssessel gewährte Frederiksen eine dritte Amtszeit als Premierministerin. Diese politische Entwicklung erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der US-Präsident Donald Trump erklärte, er wolle Grönland, einen semi-autonomen Teil Dänemarks, übernehmen. Die Koalition bestand aus den Sozialdemokraten, der Sozialistischen Arbeiterpartei, den Zentrumsparteien Radikale Venstre und den Moderaten. Die offizielle Erklärung des Königshauses bestätigte, dass Seine Majestät die neue Regierung am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, morgens in Amalienborg empfing.
Frederiksen informierte den König während seiner Fahrt auf dem königlichen Yacht Dannebrog. Die öffentliche Rundfunkanstalt Dänemarks berichtete, dass das Land sechzig neun Tage ohne eine neue Regierung verbracht hatte. Neben den außenpolitischen Fragen, insbesondere den Forderungen Trumps nach der Übernahme Grönlands im Hinblick auf die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten, musste Frederiksen auch interne Belange adressieren. Dazu gehörten die Kosten der Lebenshaltung, der Zustand der Wirtschaft und die Sorgen bezüglich des Sozialsystems.
Weitere zentrale Themen für die Wähler umfassten die Rechte der Tiere, den hohen Pestizideinsatz in Trinkwasser aufgrund der Schweinehaltung sowie den gesamten Klimafußabdruck der Landwirtschaft. Frederiksen betonte in einem Beitrag auf Instagram, dass Politik für die Menschen in Dänemark und für kommende Generationen sowie für die Tiere gut sei. Sie versprach, die politische Grundlage für die kommenden Herausforderungen darzulegen.
Nach der Parlamentswahl erlebte auch die Hauptrivalin der Sozialdemokraten, die liberale Partei Venstre, ihre schlechtesten Ergebnisse seit über hundert Jahren. Die rechtspopulistische dänische Volkspartei verdoppelte ihre Stimmenzahl auf neun Prozent. Diese Entwicklungen zeigten die komplexe politische Landschaft Dänemarks nach den jüngsten Wahlen deutlich.