Der erste von fünf Männern, die nach einer Woche in einer überfluteten Höhle in Laos gefangen waren, wurde gerettet. Die Gruppe suchte Gold, als sie nach heftigen Sturzfluten am 20. Mai in einem abgelegenen Teil des Landes in der Höhle eingeschlossen wurden. Die fünf Männer wurden am Mittwoch entdeckt, als Rettungstaucher sie 300 Meter von der Höhleneingang freimachten. Zwei weitere Männer blieben vermisst.
Die Rettung in der abgelegenen Bergregion der Provinz Xaysomboun war ein Wettlauf gegen die Zeit. Vorhersagen von Gewittern für den Freitagabend und starke Regenfälle in sechzig Prozent der Region erhöhten die Gefahr. Ein Taucher der thailändischen Rettungsgruppe teilte mit, dass ein Opfer erfolgreich aus der Höhle befreit worden war.
Auf Aufnahmen, die am Mittwoch gemacht wurden, sahen die fünf Männer erschöpft und schlammbedeckt aus. Sie berichteten den Rettern von Brustschmerzen und Hunger. Zuvor hatten Experten geplant, das Wasser aus der Flut zu pumpen, das die Männer vor der Sicherheit hindern würde. Dieser Plan scheiterte zunächst. Als letzte Möglichkeit wurde die Idee diskutiert, die gefangenen Männer in Tauch- und Schwimmtechniken zu unterweisen.
Die Notlage der Gruppe fesselte die internationale Tauchgemeinschaft. Am Freitag traf mehr Hilfe ein, als Spezialisten aus Thailand, Indonesien, Frankreich und Australien nach Laos kamen, um zusätzliche Expertise zu leisten. Diese Rettungsaktion glich dem Fall der thailändischen Jugendfußballmannschaft, die 2018 achtzehn Tage in einer Höhle gefangen waren.
Der finnische Taucher Mikko Paasi war an dieser Rettung beteiligt. Er betonte, dass die Umwelt so feindselig sei, dass alles geschehen konnte. Die genauen Umstände der Freisetzung des ersten Mannes blieben noch unklar, doch die Retter versprachen, die Details später zu erläutern.