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Fünf Taucher ertranken in einer Höhle in den Malediven

Suche nach den Leichen fortgesetzt; Ursache des Unglücks wird untersucht

Die Suche nach den Leichen von vier italienischen Tauchern, die bei der Erkundung einer tiefen Unterwasserhöhle in den Malediven ertranken, setzte fort. Die maldivischen Behörden hatten die hochriskante Rettungsaktion aufgrund des rauhen Wetters am Freitag vorübergehend eingestellt. Die italienische Außenministerin erklärte, dass die Taucher offenbar beim Versuch, Höhlen in einer Tiefe von fünfzig Metern zu erkunden, ums Leben kamen.

Am Donnerstag starben insgesamt fünf Italiener bei dem Tauchunfall im Vaavu Atoll im Indischen Ozean. Der Körper des fünften Tauchers fand kurz darauf nahe dem Eingang einer Höhle. Die Retter vermuteten, dass die verbliebenen vier Taucher in derselben Höhle befanden sich, welche in drei große Kammern unterteilt war, die durch enge Passagen verbunden waren. Die Rettungsteams hatten bereits zwei der drei Kammern erkundet, doch die Erforschung der dritten Kammer blieb ihnen verwehrt.

Die Suche wurde am Samstag wieder aufgenommen. Zwei italienische Experten, einer Spezialist für Tiefsee-Rettung und ein Höhlen-Taucher, nahmen an der Rettungsaktion teil. Der italienische Außenminister Antonio Tajani versprach, dass die italienische Regierung alles daransetzen würde, die Leichen ihrer Mitbürger zu bergen. Die Verstorbenen umfassten Monica Montefalcone, eine Wissenschaftlerin, ihre Tochter Giorgia Sommacal, die Meeresbiologin Federico Gualtieri, die Forscherin Muriel Oddenino und den Tauchlehrer Gianluca Benedetti, dessen Leiche gerettet wurde.

Die Ursache des Todes blieb unbekannt und wurde von den Behörden untersucht. Es wurde festgestellt, dass das Unglück den schlimmsten einzelnen Tauchunfall in den Malediven darstellte, einem Archipel, der über Hunderte von Meilen verteilt war. Die Universität Genua erklärte, dass Montefalcone und Oddenino an einer offiziellen wissenschaftlichen Mission zur Überwachung der Meeresumwelt und zum Studium der Auswirkungen der Klimakrise auf die tropische Biodiversität teilnahmen.

Der Ehemann von Montefalcone, Carlo Sommacal, glaubte, dass ein Unfall geschehen musste, und schloss die Möglichkeit der Sorglosigkeit seiner Frau aus. Er betonte, dass seine Frau, eine erfahrene Taucherin, die den Tsunami von 2004 während eines Tauchgangs vor Kenia überlebte, zwei Leben besaß: eines auf dem Land und eines in ihrer Umgebung, dem Wasser. Experten warnten davor, dass Tauchgänge in dieser Tiefe weit über den empfohlenen Grenzwert für Freizeit-Taucher hinausgingen. Die maldivische Tourismusbehörde suspendierte die Betriebserlaubnis des Luxusyachts Duke of York vorläufig, bis das Ergebnis einer Untersuchung bekannt war.

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