FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Welt

G7 verurteilten Iran-Unterstützung für Houthi in Jemen

Aufruf an die Houthi, militärische Aktionen einzustellen, angesichts der Bedrohung der globalen Energieversorgung

Die Außenminister der G7-Staaten verurteilten die Waffenlieferungen und die Unterstützung der Houthi in Jemen. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie Iran auf, die Waffenlieferungen und die Unterstützung der Houthi unverzüglich zu beenden. Gleichzeitig verurteilten die Minister die Houthi-Angriffe auf Saudi-Arabien in aller Deutlichkeit. Diese Eskalation stellte eine ernste Bedrohung für die regionale und globale Energieversorgung dar. Die jüngste Zunahme der Kämpfe gegen die von Saudi-Arabien unterstützten Kräfte in Jemen erhöhte die Gefahr einer weiteren Destabilisierung.

Die Erklärung erfolgte im Vorfeld der jährlichen UN-Generalversammlung in New York. Die G7-Staaten riefen die Houthi auf, alle militärischen Handlungen und Bedrohungen gegen zivile Schifffahrt sofort einzustellen. Sie forderten die Houthi auf, in gutem Glauben in den politischen Prozess zurückzukehren. Die Minister betonten, dass die rücksichtslose Vorgehensweise der Houthi eine gefährliche Eskalationsspirale darstellte. Diese Spirale drohte den Konflikt weiter zu verschärfen und den internationalen Handel sowie die globale Wirtschaft zu untergraben.

Die Situation in Jemen erlebte eine dramatische Verschärfung. Nach dem Übergriff der iranisch unterstützten Gruppe auf Territorien entlang der Rotsee-Küste flohen Tausende von Flüchtlingen. Dies geschah insbesondere in der Nähe des Bab-al-Mandab-Straits, einer entscheidenden Schifffahrtsroute für den Welthandel. Die Houthi nahmen zuvor die Kontrolle über Bab-al-Mandab, einen schmalen maritimen Engpass, der den Roten See mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean verband. Die UN schätzte, dass über 120.000 Jemeniten durch die plötzliche Zunahme der Kämpfe entlang der Küste vertrieben wurden.

Parallel dazu reagierte Saudi-Arabien mit zahlreichen Luftangriffen in der Region. Berichten zufolge starben bei saudischen Angriffen auf die strategische Stadt Mokha sechs Menschen, darunter zwei Kinder und eine Frau. Die Houthi nahmen diese Stadt zuvor von pro-regierungsnahen Kräften in Besitz. Saudi-Arabien, das die international anerkannte Regierung Jemens unterstützte, kommentierte die gemeldeten Angriffe noch nicht. Die Houthi führten zudem Hunderte von Drohnen und Raketen gegen Städte und Infrastruktur in Südwest-Saudi-Arabien, einschließlich der Hauptstadt Riad.

Im Rahmen der diplomatischen Bemühungen wurden auch Unterstützungsangebote gemacht. Der britische Premierminister Andy Burnham versprach Unterstützung für Saudi-Arabien bei der Verteidigung der Luftraumkontrolle. Frankreich versprach ebenfalls Unterstützung und bereitete sich darauf vor, die Energieinfrastruktur Saudi-Arabiens durch einen strikt defensiven Ansatz zu sichern. Die Vereinigten Staaten standen hinsichtlich einer militärischen Unterstützung für Saudi-Arabien in einer Zögerungsphase. Der US-Präsident erwog verschiedene Optionen für die nächsten Schritte im Konflikt gegen den Iran.

JemenSaudi-ArabienIranG7Konflikt

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp