Ein angeblicher Anführer einer kriminellen Bande wurde erschossen. Ein ecuadorianischer Mann, den die Polizei als Anführer einer Fraktion einer der furchtbarsten kriminellen Banden des Landes identifizierte, starb bei einem Überfall am Flughafen Guayaquil. Die Tat ereignete sich, als er den Flughafen verließ. Sicherheitsaufnahmen zeigten zwei junge Männer, die vor dem Ankunftsbereich mit Spielsachen und Blumen warteten. Einer der Männer näherte sich dem Opfer, zog seine Waffe aus einer Teddyfigur und schoss ihm punktgenau ins Gesicht. Die Polizei verhaftete zwei Teenager im Zusammenhang mit dem Verbrechen, welches Teil einer weit verbreiteten Welle der Bandenkriminalität war.
Der Mord ereignete sich nur einen Tag nach der Erklärung des Präsidenten Ecuadors eines Notstands in zehn Provinzen, darunter Guayas, wo der Angriff stattfand. Der Innenminister Ecuadors, John Reimberg, identifizierte das Opfer des Mittwochs-Angriffs als Carlos Alberto Suástegui Villanueva, 39 Jahre alt. Er nannte ihn den Anführer der Bande Los Águilas in El Triunfo, einer Region östlich von Guayaquil. Die Los Águilas, die vom Präsidenten Daniel Noboa im Jahr 2024 als „terroristische Organisation“ eingestuft wurden, wurden mit dem Drogenhandel und der Erpressung in Verbindung gebracht. Diese Bande stellte eine der vielen Organisationen dar, deren kriminelle Aktivitäten Ecuador von einem relativ sicheren Hafen in einen Hotspot der Kriminalität verwandelten.
Ecuador lag zwischen Kolumbien und Peru, den beiden größten Produzenten von Kokas, der Grundzutat für Kokain. Das Land wurde zum zentralen Korridor für den Schmuggel des Drogen in die Vereinigten Staaten, Europa und darüber hinaus. Obwohl Guayaquil, die größte Stadt Ecuadors, besonders stark von Drogen- und Bandenkriminalität betroffen war, erschreckte der Tag-Überfall vor dem Ankunftsbereich des Flughafens die lokalen Bevölkerung. Die Zeitung El Universo berichtete, wie Passagiere in Panik zerstreut wurden, als die Schüsse erklangen.
Die Polizei teilte mit, dass ein Zeuge in dem Angriff verletzt wurde. Die Videoaufnahmen zeigten zudem einen Mann, der einen Koffer fallen ließ, als die Schießerei begann. Die Sicherheitsaufnahmen fesselten auch den ersten Schützen, der floh, während der zweite Schuss auf Suástegui abgefeuert wurde. Der Ankunftsbereich blieb über zwei Stunden geschlossen, während die Ermittler und Sachverständige den Tatort untersuchten.
Präsident Noboa versuchte, die Bandenkriminalität durch die Erklärung von Notständen einzudämmen. Diese Maßnahmen verliehen den Sicherheitskräften zusätzliche Befugnisse, beispielsweise die Möglichkeit, Wohnungen ohne richterlichen Beschluss zu durchsuchen, sofern sie vernünftige Gründe für den Verdacht auf illegale Aktivitäten besaßen. Trotz dieser Schritte erreichte die Mordrate jedoch im Jahr 2025 einen Rekordwert.