Mindestens dreizehn Menschen starben und Dutzende wurden verletzt nach einer Explosion in Katar. Das Ereignis ereignete sich in der größten Erdgas-Anlage des Landes in der Industriezone Ras Laffan. Das Innenministerium gab an, dass die Explosion den Horizont der Stadt verfärbte. Der Vorfall betraf die lokale Gasversorgungseinrichtung Barzan.
Der Energieminister Saad Sherida al-Kaabi erklärte, dass die Explosion ein technischer Unfall sei und keine Sabotage oder feindselige Handlung. Er betonte, dass die Explosion keine Auswirkungen auf die Exporte des Landes habe. Eine Untersuchung zur Ursache des Unglücks begann unverzüglich. Al-Kaabi bestätigte, dass die Opfer der Explosion aus Indien und Pakistan stammten.
Die Explosion ereignete sich, als Arbeiter den Betrieb wieder aufnahmen, nachdem die Produktion im März aufgrund dringender Wartungsarbeiten eingestellt worden war. Die Notfallteams wurden sofort entsandt, um das Feuer einzudämmen, welches inzwischen unter Kontrolle gebracht wurde. Dennoch blieb die Frage offen, wann die Produktionsarbeiten wieder aufgenommen werden konnten.
Die Ras Laffan-Hafenzone, die den größten künstlichen Hafen der Welt und die größte LNG-Exportanlage besaß, erlitt zuvor erhebliche Schäden. Diese Schäden resultierten aus Vergeltungsstreichen während des Konflikts zwischen den USA und Israel gegen den Iran. Die QatarEnergy bestätigte, dass die notwendigen Reparaturen die LNG-Ausbeute für drei bis fünf Jahre reduzieren würden.
Die Anlage hatte die Produktion zuvor gestoppt, um auf den Konflikt zu reagieren, wobei ein Fünftel der weltweiten LNG-Menge pausiert wurde. Die Wiederaufnahme der Schifffahrtsrouten begann jedoch kürzlich. Die Behörden arbeiteten daran, die genaue Ursache des Unglücks festzustellen und die Wiederaufnahme der Produktion zu bestimmen.