Mindestens dreizehn Menschen starben und Dutzende wurden verletzt nach einer Explosion an Katar’s größter Gasanlage. Das Ereignis fand in der Industriezone Ras Laffan statt und führte zu einer orangefarbenen Färbung des Stadtbildes. Die Explosion ereignete sich in der Nacht zum Sonntag und erschütterte die Bevölkerung in zentralen Doha, die sich in einem Umkreis von über siebzig Kilometern beunruhigte.
Das Innenministerium gab an, dass es sich um einen „technischen Unfall“ handelte. Der Energieminister Saad Sherida al-Kaabi erklärte, dass die Explosion keinen Einfluss auf die Exporte des Landes habe und sie weder Sabotage noch einen feindlichen Charakter besaß. Er betonte, dass das Ereignis ein Unfall sei und keine Umweltgefahren vorlagen. Eine Untersuchung zur genauen Ursache des Vorfalls begann unverzüglich.
Die Explosion ereignete sich bei der lokalen Gasversorgungseinrichtung Barzan. Die Anlage hatte zuvor im Dezember 2025 aufgrund dringender Wartungsarbeiten vollständig stillgelegt. Die Wiederaufnahme des Betriebs erfolgte erst zwei Tage zuvor, als die Explosion stattfand, als Arbeiter die Inbetriebnahme wieder aufnahmen.
Die geopolitische Lage beeinflusste die Situation zusätzlich. Der Ras Laffan-Hafen, der als größter künstlicher Hafen der Welt und mit der größten LNG-Exportanlage ausgestattet war, erlitt zuvor im selben Jahr durch iranische Angriffe erhebliche Schäden. KatarEnergy bestätigte, dass die notwendigen Reparaturen die Produktion um zwölf Millionenachtzigtausend Tonnen LNG für drei bis fünf Jahre reduzieren würden.
Die Energiegesellschaft erklärte, dass sofort Einsatzteams zur Eindämmung des Feuers entsandt wurden, welches inzwischen unter Kontrolle gebracht wurde. Die Behörden arbeiteten daran, den Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Anlagenproduktion festzustellen. Die Botschaft Indiens in Doha versprach Unterstützung für die Familien der Opfer und Verletzten. Die Untersuchung des Unfalls lief weiter, während die Auswirkungen auf die langfristige Energieversorgung des Landes noch abgewogen werden mussten.