Die Bundesregierung hat die Gestaltung eines neuen Reservierungsschemas für den Gassektor bekannt gegeben. Diese Maßnahme bildet den Rahmen einer umfassenden Überarbeitung der Mechanismen, die den Gasmarkt regulieren. Ziel der politischen Neuausrichtung ist es, die Versorgungssicherheit zu stärken und gleichzeitig die Kosten für Verbraucher und Unternehmen zu senken.
Das neue Regelwerk tritt am 1. Juli 2027 in Kraft. Drei große Gasexporteure aus Queensland müssen einen Teil ihrer Exportvolumina für den heimischen Markt reservieren. Konkret sind die Unternehmen verpflichtet, zwanzig Prozent ihrer Exportmengen für Kunden an der Ostküste zu sichern. Um die Erlaubnis für den Verkauf auf den internationalen Spotmarkt zu erhalten, müssen die Exportfirmen nachweisen, dass ihre Verpflichtungen hinsichtlich der heimischen Versorgung erfüllt sind.
Diese Verpflichtung liegt im Rahmen einer politischen Debatte, bei der die Regierung eine Reservierung zwischen fünfzehn und fünfundzwanzig Prozent der Exportmengen in Betracht zog. Die Entscheidung für zwanzig Prozent soll eine moderate Überschusslieferung an die Ostküste ermöglichen, um vorhergesagte Engpässe zu vermeiden und den Preisdruck zu reduzieren. Dies soll die Abhängigkeit des heimischen Marktes von internationalen Märkten verringern, die zuvor zu Preissteigerungen führten.
Die Politik zielt darauf ab, den Gasmarkt von externen Schocks, wie beispielsweise Konflikten in anderen Regionen, unabhängiger zu machen. Die zuständigen Minister betonten, dass die Gasmärkte nicht länger von internationalen Entwicklungen abhängig sein dürfen. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit einer Steuer auf den Gasexporteinnahmen diskutiert, wobei die Regierung vor einem möglichen Widerstand von asiatischen Handelspartnern vorsichtig agierte.
Die Regierung hat zudem widerstand gegen die Einführung einer Steuer auf den Gasexporteinnahmen gezeigt. Im Rahmen einer parlamentarischen Untersuchung wurden Optionen für eine neue Gassteuer geprüft, deren Abschlussbericht soll in Kürze vorgelegt werden.