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Gastrointestinale Erkrankung auf Kreuzfahrt: Über tausend Passagiere isoliert

Gesundheitsbehörden reagierten auf den Ausbruch in Bordeaux mit präventiven Maßnahmen

Über tausend Passagiere blieben auf einem von Großbritannien betriebenen Kreuzfahrtschiff in Frankreich. Der Ausbruch einer gastrointestinalen Erkrankung führte dazu, dass 49 Personen erkrankten. Lokale Gesundheitsbehörden in Bordeaux gaben an, dass drei Passagiere in ihren Kabinen isoliert wurden, während andere Passagiere nicht in den Hafen aussteigen konnten. Die Behörden betonten, dass kein Zusammenhang mit dem Hantavirus-Ausbruch auf einem separaten Schiff gesehen wurde.

Die Reederei Ambassador Cruise Line informierte über den Tod eines 92-jährigen Mannes an Bord am Sonntag. Dieser meldete keine Symptome und die Todesursache wurde noch vom Gerichtsmediziner ermittelt. Die Reederei versprach Unterstützung für die Angehörigen des Verstorbenen und übermittelte ihre aufrichtige Anteilnahme.

Am Mittwoch meldete die Reederei, dass 48 Passagiere sowie ein Besatzungsmitglied Symptome einer gastrointestinalen Erkrankung zeigten. Die Schiffsbesatzung umfasste aktuell 1.187 Gäste und 514 Crewmitglieder. Das Schiff segelte am 8. Mai von Belfast aus und fuhr am darauffolgenden Tag nach Liverpool.

Die Reederei erklärte in einer Stellungnahme, dass nach dem Einsteigen der Gäste in Liverpool ein Anstieg der Fälle auftrat. Sie bestätigte, dass mehrere Gäste und Crewmitglieder Symptome einer Magen-Darm-Erkrankung zeigten. Als Reaktion auf die ersten Meldungen von Krankheitsfällen implementierte die Reederei verstärkte Hygieneprotokolle an Bord. Diese Maßnahmen umfassten eine erhöhte Reinigung und Desinfektion öffentlicher Bereiche sowie laufende Anweisungen an die Gäste bezüglich der Handhygiene und der Meldung von Symptomen an das medizinische Team.

Im Rahmen einer geplanten Rast in Bordeaux informierte die Reederei die französischen Gesundheitsbehörden über die Situation. Eine medizinische Einheit wurde an Bord entsandt, und Proben wurden zur Analyse an das Universitätsklinikum Bordeaux geschickt. Die Ausfahrt der Passagiere wurde als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Ansteckungsgefahr der Gastroenteritis-ähnlichen Erkrankungen ausgesetzt, während die Tests bearbeitet wurden. Die Ergebnisse der Proben benötigten mindestens sechs Stunden zur Verarbeitung.

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