Aktivisten der Global Sumud Flottilla (GSF) stellten Behauptungen über Misshandlungen durch israelische Kräfte auf, nachdem sie nach dem Versuch, die maritime Blockade Gazas zu durchbrechen, in internationalen Gewässern gestoppt und deportiert worden waren. Die Organisatoren der Flottilla behaupteten, es gäbe mindestens fünfzehn Fälle sexueller Übergriffe, darunter Vergewaltigungen, sowie Berichte über Schläge und Misshandlungen bei den Festnahmen. Zahlreiche andere Festgenommene berichteten ebenfalls von körperlicher Gewalt und Verwahrlosung während ihrer Inhaftierung.
Kanada teilte mit, dass sie Informationen erhalten hatte, welche die „schrecklichen Misshandlungen“ ihrer Bürger detailliert beschrieben. Deutschland und Spanien bestätigten zudem, dass mehrere ihrer Staatsbürger Verletzungen erlitten hatten. Die diplomatischen Vertreter äußerten die Notwendigkeit einer Erklärung, da die gemachten Anschuldigungen als ernst angesehen wurden.
Die Organisatoren der Flottilla berichteten weiter über die Art der Gewalt, die den Aktivisten widerfahren war. Sie nannten den Einsatz von Gummigeschossen in geringer Entfernung sowie den Bruch von Knochen bei mehreren Personen. Einige der deportierten Aktivisten berichteten von spezifischen Vorfällen, darunter sexuelle Gewalt und körperliche Angriffe, die sie während der Inhaftierung erlebten.
Die israelische Justizbehörde wies sämtliche Anschuldigungen entschieden zurück und erklärte, dass alle Gefangenen und Festgenommenen in Übereinstimmung mit dem Gesetz gehalten wurden und unter Aufsicht professioneller Personal standen. Die Behörde betonte, dass medizinische Versorgung nach professioneller Einschätzung erfolgte.
Ein israelisches Justizamt wies die Vorwürfe als „falsch und völlig ohne sachliche Grundlage“ ab. Gleichzeitig berichtete eine israelische Menschenrechtsgruppe, die die Festgenommenen vertrat, von „schweren, weit verbreiteten Verletzungen“ und zahlreichen Beschwerden über extreme Gewalt durch die israelischen Behörden. Diese Entwicklungen folgten auf frühere Kritik an israelischen politischen Führern, die Videos zeigten, welche Aktivisten in einer Demütigungsposition darstellten.