Etwa zwanzig Menschen befanden sich mutmaßlich unter den Trümmern eines Gebäudes, das am frühen Sonntagmorgen in einer Stadt nahe der philippinischen Hauptstadt Manila einstürzte. Eine Suchaktion gelang es bisher, vierundzwanzig Personen vom Schutt zu befreien, zwei weitere wurden aus einem nahegelegenen Hotel gerettet, das durch herabfallende Trümmer getroffen wurde. Es wurden keine Todesfälle gemeldet.
Das neungeschossige Gebäude befand sich noch im Bau, als es gegen 03:00 Uhr Ortszeit am Sonntag (19:00 Uhr GMT am Samstag) plötzlich nachgab. Die Behörden begannen unverzüglich mit der Untersuchung der Ursache des Einsturzes. Viele der vermuteten Opfer waren Bauarbeiter, die nicht rechtzeitig entkommen konnten.
Auf den Fotos zeigte sich ein zerrissener Haufen aus Gerüst und Beton, der auf die Straße gespült war und mit grünem Sicherheitsnetz bedeckt blieb. Der Stadtinformationsbeamte Jay Pelayo erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die Wände und das Gerüst des Gebäudes eingestürzt seien und Menschen in einem Haufen von Trümmern gefangen hätten. Er betonte, dass große Betonstücke vorhanden seien und spezielle Geräte zur Heraushebung notwendig seien, was die Rettungsarbeiten erschwerte.
Laut Berichten bestätigte Reuters, dass fünf Personen gefangen waren und zwei davon Kontakt zu den Rettungskräften aufnahmen, während weitere Personen unter den Trümmern vermutet wurden. Ein Zeuge berichtete der Zeitung Daily Tribune von einem lauten Grollen kurz vor dem Einsturz und erwähnte, dass sie kurzzeitig Bewusstlosigkeit erfuhr, als sie sah, wie Trümmer zwei Straßen bedeckten.
Angeles lag etwa 90 Kilometer nordwestlich von Manila auf Luzon, der größten und bevölkerungsreichsten Insel der Philippinen. Experten vermuteten, dass bei Bauprojekten in dieser Region häufig mangelnde Planung und Fehler in der Projektführung vorlagen. Ein ähnliches Szenario trat beispielsweise bei einem Müllkippenabsturz in Cebu auf, der elf Müllarbeiter tötete. Diese Vorfälle unterstrichen die Notwendigkeit einer strengeren Überwachung der Bauprozesse.