Die größte Gemeinschafts-Solaranlage Großbritanniens musste während ihres ersten Sommers stillgelegt werden. Der Energieversorger ordnete die Einstellung an, um die lokale Stromnetz nicht durch die erneuerbaren Energien zu überlasten. Die Anlage im Norden Devon erlitt diese Unterbrechung, als europäische Temperaturen Rekordwerte erreichten und Warnungen bezüglich der Stromversorgung ausgingen.
Die Entscheidung zur Stilllegung erfolgte, weil Bedenken vorlagen, dass die große Menge an Dachanlagen-Solarstrom das Stromnetz destabilisieren und eine „thermische Überlastung“ auslösen konnte. Der Energiebetriebsbetreiber sah sich gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Spannung im Übertragungsnetz innerhalb der Sicherheitsgrenzen zu halten.
Die Kooperative schätzte, dass die unerwartete Stilllegung den Mitgliedern und den beteiligten Unternehmen rund 2 Millionen Pfund an Einnahmeverlusten verursachte, bevor die Anlage im September wieder aufgenommen werden konnte. Der Vorstand des Projekts erklärte in einem Schreiben an über 9.500 Mitglieder und Kleinunternehmer, dass die „unerwartete“ Anordnung auf der Anlage und anderen Generatoren im Norden Devon ohne jegliche Vorwarnung erlassen worden war.
Der Vorstand betonte, dass die zeitliche Abstimmung der Stilllegung zu Beginn des Sommers „nicht besser sein konnte“ und die Finanzen des Gesamtprojekts substanziell beeinträchtigte. Er erklärte, dass die Unterbrechung unerwarteten finanziellen Druck erzeugte und die Fähigkeit der Kooperative, den Mitgliedern Zahlungen zu leisten, kurzfristig beeinflusste. Der Vorstand wies darauf hin, dass die Netzbetreiber offenbar von einem drohenden Problem wussten.
Es wurde vermutet, dass der Nationale Energie-Systembetreiber die National Grid angewiesen hatte, einen wichtigen „Supernetztransformator“ während des Sommers abzuschalten. Dies diente dem Zweck, zu verhindern, dass der Dachanlagen-Solarstrom die Spannung im Übertragungsnetz über seine sicheren Grenzen hinaus trieb. Obwohl Spezialausrüstung zur Bewältigung potenzieller Spannungsprobleme existierte, wurden diese notwendigen Modernisierungen in der Nähe der Derril Water-Solaranlage noch nicht installiert.
Der Vorstand glaubte, dass die Probleme im norddevonischen Netz bereits seit 2023 bekannt waren und neue Geräte bis Ende 2025 installiert werden sollten. Diese Maßnahmen verzögerten sich jedoch, und die Fertigstellung erfolgte erst im September dieses Jahres. Die Anlage erwartete keine Entschädigung oder Versicherung für den verlorenen Sommerumsatz, der durch die Solaranlage finanziert wurde. Die ursprüngliche Firma, Ripple Energy, scheiterte Anfang 2025, bevor die Anlage überhaupt in Betrieb ging.