Eine Generation junger Briten, die durch das Alter von 2016 nicht an der EU-Referendum teilnehmen konnte, glaubte, dass der Brexit gescheitert war. Eine neue Umfrage zeigte, dass die Mehrheit dieser jungen Wähler eine neue Abstimmung für den Beitritt zur EU forderte. Diese Daten zeigten eine tiefe Unzufriedenheit mit dem britischen Austritt aus dem europäischen Bündnis.
Die Erhebung, die von der Denkfabrik More in Common durchgeführt wurde, ergab, dass sechzig Prozent dieser Altersgruppe bereit gewesen wären, erneut in die Union einzutreten. Im Gegensatz dazu stimmten neun Prozent dafür, außerhalb der Union zu bleiben. Bei der Analyse der Wähler, die wahrscheinlich an einer hypothetischen zweiten Abstimmung teilnehmen würden, ergab sich eine deutliche Mehrheit: Achtundachtzig Prozent der Anhänger des Bleibens in der EU unterstützten den Beitritt, während nur neunzehn Prozent den Verbleib außerhalb der Union wählten.
Die Stimmung in den Wahlkreisen, die als Indikatoren für die öffentliche Meinung dienten, spiegelte die Frustration wider. Ein ehemaliger Befürworter des Brexit äußerte sich bitter über die Situation, da er empfand, dass die Interessen seiner Branche durch die Entscheidung geopfert worden seien. Er betonte, dass der Brexit eine absolute Katastrophe und ein Chaos darstellte.
Parallel dazu entfaltete sich in der europäischen Politik ein weiterer Konflikt. Der ukrainische Präsident Petr Pavel reichte eine Beschwerde gegen die Entscheidung der Regierung ein, ihn von der Delegation für den NATO-Gipfel in Ankara auszuschließen. Der Premierminister Andrej Babiš erklärte diese Maßnahme als rein praktischen Natur, wobei er einen unnötigen Streit mit dem Präsidenten ablehnte.
Pavel bezeichnete die Entscheidung als einen „beispiellosen und äußerst bedauerlichen Schritt“ und eine gefährliche Abkehr von der früheren Konvention, bei der der Präsident der Tschechischen Republik bei NATO-Gipfeln vertreten war. Er betonte, dass diese Auseinandersetzungen die Unfähigkeit der höchsten Staatsbeamten zur Einigung darstellten und eine verantwortungslose Haltung gegenüber den Bürgern und Verbündeten seien. Er forderte ein Ende dieser Situation und betonte die Notwendigkeit, die Befugnisse des Präsidenten voll auszuleben und zu verteidigen.