Ein deutsches Gericht entschied, dass die Hersteller von Milka Verbraucher betrogen hatten, indem sie die Größe der Schokorie unter했을en, während die Verpackung unverändert blieb. Das Verfahren, das von der Verbraucherschutzbehörde Hamburgs eingeleitet wurde, zielte auf den US-Eigentümer der Marke Mondelēz ab. Es wurde vorgeworfen, die Konsumenten durch die Reduzierung des Gewichts der klassischen Alpine Milk Bar von 100 Gramm auf 90 Gramm zu täuschen. Diese Praxis, bekannt als Verkleinerung ohne Preisanpassung, wurde als Verstoß gegen die Transparenz angesehen.
Die Verkleinerung der Produktgröße wurde durch die steigenden Kosten für Rohstoffe und Energie begünstigt. Die Preise für die Milka-Bar stiegen von 1,49 Euro auf 1,99 Euro. Diese Entwicklung spiegelte eine breitere Tendenz wider, bei der Hersteller versuchen, gestiegene Betriebskosten und Materialkosten durch die Verkleinerung der Produkte auszugleichen. Diese Praxis betraf nicht nur Milka. Auch andere Produkte der Mondelēz-Gruppe erlebten eine Erosion: Bei Quality Street und Celebrations wurden die Verpackungen verkleinert, und Toblerone verlor 20 Gramm seiner Schokopitzen, wodurch die Gesamtmenge der Bar reduziert wurde.
Die Ursache für die steigenden Kosten lag in schlechten Ernten in Westafrika, insbesondere in Ghana und der Côte d’Ivoire, wo mehr als die Hälfte der weltweiten Kakaobohnen geerntet wurde. Mondelēz begründete die Größenreduzierungen mit höheren Kosten für Kakaobohnen, Milchprodukte sowie Energie und Transport. Trotz der Mitteilung über die Änderungen auf den Websites und Social-Media-Kanälen wurde die Praxis von den Verbrauchern kritisiert. Eine Umfrage zeigte, dass die Milka-Alpenmilch-Bar als „Verpackungs-Betrug des Jahres 2025“ bezeichnet wurde.
Das Gericht stellte fest, dass eine klare Mitteilung auf der Verpackung erforderlich gewesen wäre, um Verwirrung zu vermeiden. Es entschied, dass eine solche Mitteilung für mindestens vier Monate angebracht werden müsse, damit die Verbraucher die Änderung verarbeiten konnten. Die Entscheidung war jedoch noch nicht endgültig, da Mondelēz eine Frist von einem Monat zur Berufung hatte. Das Unternehmen erklärte, dass sein Ziel stets die transparente und verantwortungsvolle Kommunikation mit allen Käufern seiner Produkte gewesen sei.