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Ghana empfing Papstes Entschuldigung für die Rolle der katholischen Kirche bei der Sklaverei

Die Anerkennung der historischen Verbrechen und die Forderung nach reparativer Gerechtigkeit

Ghana empfing die Entschuldigung Papstes Leo XIV für die historische Rolle der katholischen Kirche bei der Sklaverei. Die Entschuldigung wurde als ein Akt moralischen Mutes beschrieben, der für das globale Streben nach Wahrheit, menschlicher Würde und Gerechtigkeit von Bedeutung war. Der Papst veröffentlichte die Entschuldigung in seinem ersten bedeutenden Lehrdokument seiner päpstlichen Amtszeit, welches auch die Gefahren der künstlichen Intelligenz thematisierte.

Ghana fungierte lange Zeit als wichtiger Knotenpunkt für den transatlantischen Sklavenhandel. Millionen von Menschen wurden gefangen genommen und auf Schiffe verladen, ohne jemals nach Hause zurückzukehren. Zwischen dem sechzehnten und neunzehnten Jahrhundert wurden zwölf bis fünfzehn Millionen Afrikaner in die Karibik verschifft, wobei etwa zwei Millionen während der Reise starben. Die Regierung der westafrikanischen Nation betonte, dass die Anerkennung der schmerzhaften Vergangenheit durch den Papst einen wichtigen Schritt zur Heilung, zur Versöhnung und zu einer gerechten Gesellschaft darstellte.

In dem päpstlichen Schreiben mit dem Titel „Magnifica Humanitas“ bat Papst Leo auf den Namen der Kirche um Vergebung und äußerte tiefe Trauer über das immense Leid und die Demütigung, die vielen Menschen widerfahren waren. Er räumte ein, dass kirchliche Autoritäten manchmal die Anfragen von Herrschern beantwortet hatten, indem sie Formen der Unterwerfung, einschliesslich der Versklavung von Nichtchristen, reguliert und legitimiert hatten. Er erkannte zudem an, dass kirchliche Institutionen bereits im Mittelalter eigene Sklaven besaßen, was er als eine Wunde in der christlichen Erinnerung bezeichnete.

Parallel dazu bemühte sich Ghana um eine internationale Anerkennung der Verbrechen. Das Land drängte im April auf eine UN-Resolution, welche die Versklavung der Afrikaner als das „schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anerkannte. Diese Resolution, eingereicht vom Präsidenten John Mahama und unterstützt durch die Afrikanische Union, zielte darauf ab, einen Weg zur Heilung und zur Zahlung von Reparationen zu schaffen sowie die andauernden Folgen wie Ungleichheit und Rassendiskriminierung anzugehen.

Human Rights Watch bemerkte, dass die Entschuldigung des Papstes ein wichtiger Schritt war, jedoch betonte, dass Entschuldigungen allein nicht ausreichten. Sie forderte, dass echte reparative Gerechtigkeit weitergehen müsse. Religiöse Institutionen sowie Staaten und Unternehmen, die von der Sklaverei profitiert hatten, sollten ihre Geschichten ernsthaft reflektieren und sich an reparativen Bemühungen beteiligen.

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