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Politik

Ghanaische Bürger repatriiert aus Südafrika wegen Anti-Einwanderungsprotesten

Regierung reagierte auf Proteste gegen irreguläre Migration und befürchtete Gewalt

Ghanaische Behörden repatriierten am Mittwoch eine erste Gruppe von achthundert Bürgern, die angemeldet hatten, aus Südafrika zurückgebracht zu werden. Die Genehmigungen für die Heimreise erfolgten über Charterbusse der Botschaft, welche Passagiere am frühen Morgen des Dienstags zum Flughafen OR Tambo in Johannesburg absetzten. Es waren Männer, Frauen und Kinder aller Altersgruppen an Bord. Eine kleinere Gruppe von Personen reiste in einem Polizeifahrzeug an und wurde von der Mehrheit der Passagiere getrennt und von der Polizei überwacht.

Diese Maßnahme folgte einer Welle von Protesten gegen die irreguläre Einwanderung in südafrikanischen Städten. Die Demonstranten äußerten die Befürchtung, dass dies zu einem Wiederanstieg xenophobischer Gewalt im Land führen könnte. Alle Passagiere wurden von der Botschaft und dem Flughafenpersonal registriert. Die ghanaischen Behörden teilten mit, dass zunächst dreihundert Personen am Mittwochmorgen abreisten würden. Die restlichen registrierten Bürger wurden noch gescreent und würden zu einem späteren Zeitpunkt abreisen.

Einige der Abreisenden wollten den Journalisten nicht sprechen. Rudolph, der zehn Jahre in Südafrika lebte und einen Salon betrieb, erklärte den Journalisten, er reiste aufgrund der jüngsten Proteste. Er äußerte, dass es ihm nicht mehr komfortabel sei, in Südafrika zu bleiben, und dass er Frieden zu Hause finde. Es wurde geschätzt, dass etwa fünfundzwanzigtausend Ghanes in Südafrika lebten.

Die Demonstranten argumentierten, dass irreguläre Migranten die öffentlichen Dienstleistungen belasteten und die südafrikanische Regierung aufforderten, mehr zu unternehmen, um dies zu stoppen. Eine Gruppe namens March and March organisierte die Demonstrationen als zivilgesellschaftliche Bewegung für die Reform der Einwanderung. Sie setzten eine Frist bis zum 30. Juni für irreguläre Einwanderer, um das Land zu verlassen. Rudolph befürchtete, dass diese Frist zu Gewalt führen könnte, da die Proteste von Durban aus auf andere Provinzen ausgeweitet worden waren.

Der ghanaische Botschafter Benjamin Quashie versicherte, dass die Regierung die Notlage ihrer Bürger in Südafrika wahrgenommen hatte. Er betonte, dass die Regierung die Verantwortung habe, ihre Bürger sowohl zu Hause als auch im Ausland zu schützen. Er erklärte, dass die Regierung eine Reintegrationsstrategie für die Rückkehrer habe. Die Regierung sei bereit gewesen, den zurückkehrenden Personen in den Geschäften einzusetzen, die sie in Südafrika betrieben. Dies sei eine Hilfe für die südafrikanische Wirtschaft, da es klar sei, dass einige der Personen unerlaubt in dem Land waren und ihre Entfernung die Botschaft signalisiere solle, dass die Regierung keine unerlaubte Personen duldet.

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