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Wissenschaft

Gibbon-Video löste Untersuchung in Indien aus

Wildtiermitglieder und illegale Handelswege im Fokus

Ein Video, das ein indischer Schauspieler zeigte, wie er einen gefährdeten Gibbon umarmte, löste bei indischen Naturschutzbehörden eine Untersuchung aus. Der Schauspieler Vikram, ein preisgekrönter Darsteller aus Tamil Nadu, hatte das Video am Montag auf Instagram veröffentlicht. Die zuständige Forstbehörde begann unverzüglich zu prüfen, wie der Gibbon in ein privates Zuhause gelangt war und ob die Regeln für seinen Besitz und seine Überführung eingehalten worden waren.

Die Beamten kamen zu dem Schluss, dass das Tier nicht illegal gehandelt worden war oder dass Vikram es besaß. Dennoch untersuchten sie den Ursprung des Tieres und die gesamte Kette der Überführung. Die Untersuchung führte zu Erkenntnissen über den Weg des Gibbons, der über tausend Kilometer bis in den nordöstlichen Staat Manipur reichte. Es stellte sich heraus, dass das Tier im Jahr 2020 über das offizielle Registrierungssystem PARIVESH in Manipur deklariert worden war, wobei Malaysia als Herkunftsland angegeben wurde.

Die Behörden stellten fest, dass die notwendigen Genehmigungen für die Überführung der Tiere nicht vorlagen. Es wurde festgestellt, dass ein Gibbon am 5. Juni dieses Jahres von Manipur nach Tamil Nadu in den Bezirk Erode überführt wurde, und zwei Monate später wurde ein weiteres Tier von Perundurai nach Chennai, dem Zuhause eines Verwandten des Schauspielers, überführt. Die Dokumentation, welche die Erlaubnis der zuständigen Naturschutzbehörde Tamil Nadus für die Einfuhr in den Staat belegte, fehlte.

Die Angelegenheit rückte die internationale Regulierung von gefährdeten Arten in den Vordergrund. Gibbon sind kleine Affen, die in Südostasien beheimatet sind und unter CITES, einem internationalen Abkommen zum Schutz gefährdeter Arten, gestellt wurden. Indien hatte Schutzbestimmungen für CITES-gelistete Arten in seine Naturschutzgesetze integriert. Die Behörden betonten, dass exotische Tiere nur unter strengen Auflagen importiert werden durften und spezifische Genehmigungen von der Directorate General of Foreign Trade sowie vom Naturschutzbeauftragten erforderlich waren.

Die Wildlife Crime Control Bureau, eine Bundesbehörde, beteiligte sich an der Ermittlung. Die Behörde forderte die zuständigen Stellen in Chennai auf, die Unterlagen zu überprüfen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Die Untersuchung zeigte, dass die Wege des illegalen Handels für exotische Tiere in Indien weiterhin eine ernste Bedrohung darstellten, was durch wiederholte Kontrollen an Flughäfen belegt wurde.

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