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Welt

Globaler Rahmen für Wiedergutmachung der historischen Ungerechtigkeiten angenommen

Ghana verabschiedete ein 18-Punkte-Konzept zur Reparationsgerechtigkeit

Ein globaler Rahmen für die Wiedergutmachung der historischen Ungerechtigkeiten wurde auf einer Konferenz in Ghana angenommen. Staats- und Regierungschefs sowie Beamte verabschiedeten die Strategie am Freitag bei einem Treffen in einem Hotel in der Hauptstadt Accra. Dies war das erste große Treffen seit der Verabschiedung der wegweisenden UN-Resolution, welche den Handel mit versklavten Afrikanern als Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklärte.

Das Dokument legte einen 18-Punkte-globalen Rahmen für die Wiedergutmachung dar. Dieser umfasste die Verpflichtung, faire und angemessene Entschädigung für Afrikaner und Menschen afrikanischer Abstammung zu gewährleisten. Dazu gehörten die Auswirkungen von Versklavung, Kolonialismus, Genozid und Apartheid. Ebenso verpflichtete das Rahmenwerk zur Beschleunigung der Rückgabe von Kulturgut, menschlichen Überresten, Archiven und Kulturerbe an die Herkunftsländer.

Der Rahmen forderte zudem multilaterale Maßnahmen zur Bewältigung der Schuldenlasten souveräner Staaten. Dies beinhaltete die Erleichterung, Restrukturierung und den Erlass von Schulden, um die anhaltenden sozioökonomischen Folgen der Versklavung, des Kolonialismus und verwandter historischer Ungerechtigkeiten zu adressieren.

Die Teilnehmer betonten in dem Dokument, dass sie die umfangreichen Bemühungen würdigten, die über Generationen von verschiedenen Regierungen, zwischenstaatlichen Organisationen, ihren Vorfahren, Einzelpersonen und zivilgesellschaftlichen Partnern in Afrika, dem Karibikraum, den Amerikas sowie in Europa und Asien zur Gestaltung der globalen Reparationsagenda unternommen worden seien.

Ruth Ogbewekon, Projektleiterin für Reparationsgerechtigkeit bei der Pan-Afrikanischen Anwaltsunion, erklärte, dass der Prozess inklusiv gestaltet worden sei. Vertreter aus Afrika und der afrikanischen Diaspora sowie nicht-afrikanische Verbündete wurden über mehrere Wochen konsultiert. Sie betonten, dass der Prozess eine Gelegenheit bot, Gehör zu finden und die Anerkennung ihrer Perspektiven zu sehen.

Am Donnerstag verkündete der Präsident Ghanas, John Mahama, die Einrichtung von Beratungsgremien zur Reparationsgerechtigkeit, einem Expertenpanel zur Restitution kultureller Artefakte und einem juristischen Panel. Diese Gremien sollten die Säulen der nächsten Phase dieser internationalen Anstrengung bilden. Mahama betonte, dass diese Gremien nicht die Arbeit von Regierungen oder internationalen Institutionen ersetzen sollten, sondern diese durch intellektuelle, technische und politische Unterstützung stärken sollten.

Mahama nannte unter anderem Präsidenten von Ländern mit historischer Verbindung zum transatlantischen Sklavenhandel in Afrika, Lateinamerika und der Karibik. Er forderte eine globale Partnerschaft und betonte, dass die Anerkennung Verantwortung schuf. Er mahnte zur kollektiven Entschlossenheit, um sicherzustellen, dass das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit einer entschlossenen globalen Anstrengung zur Wiederherstellung der Würde und zur Beendigung historischer Fehler beantwortet wurde.

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