FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Wirtschaft

Goldbar-Betrug zielte auf Senioren: Behörden warnen vor finanzieller Falle

Betrüger nutzten gefälschte Warnungen und falsche Behörden, um Altersvorsorge zu entwenden

Die Behörden in New York warnen vor einem Goldbar-Betrug, der gezielt ältere Menschen ins Visier nahm. Betrüger nutzten Goldbarren, um über die letzten zwei Jahre mehr als hundert Millionen Dollar von Opfern zu erbeuten, informierte der Staatsanwalt des Bundesstaates am Freitag. Das Verbrechen begann oft mit einer gefälschten Benachrichtigung, die den Eindruck erweckte, ein Computer oder ein Finanzkonto sei kompromittiert worden. Diese Nachricht enthielt eine Telefonnummer, und bei Kontaktaufnahme überzeugten die Betrüger die Opfer, ihnen Fernzugriff auf ihre Geräte zu gewähren, um Zugang zu ihren Finanzdaten oder Online-Bankkonten zu erhalten.

Anschließend lenkten die Täter die Opfer auf Personen um, die sich als Strafverfolgungsbeamte ausgaben. Diese Personen teilten den Opfern mit, dass ihre Konten kompromittiert seien. Um das Geld zu schützen, verlangten die Betrüger, dass die Opfer das Geld abhebten, Goldbarren oder Münzen kauften und diese dann den Behörden übergaben. Die Betrüger veranlassten die Opfer zudem, die Sicherheitslücke nicht mit Dritten zu besprechen und beauftragten Kurierdienste, die Gold zu sammeln.

Der Staatsanwalt Letitia James äußerte sich scharf kritisch zur Methode. Er bezeichnete die gezielte Ansprache älterer Menschen mit scheinbar legitimen Behauptungen über die unmittelbare Gefahr ihrer Ersparnisse als zutiefst grausam. Er betonte, dass Senioren in Ruhe leben sollten, ohne die Angst vor dem Verlust ihrer hart erarbeiteten Ersparnisse durch manipulative Betrügereien. Er rief alle New Yorker dazu auf, Goldbar-Betrügereien zu meiden und verdächtige Nachrichten an seine Behörde weiterzuleiten.

Der Betrug beschränkte sich nicht auf New York. Opfer meldeten in Hawaii, Maine, Washington D.C. und Wisconsin dieselben Vorfälle. In einem konkreten Fall zielten Betrüger im Juli auf einen 85-jährigen Mann in D.C. über E-Mail und Telefon ab. Sie behaupteten, er sei ein US-Bundesagent und sein Geld sei gefährdet. Als der Opfer versuchte, Gold in Höhe von zweihunderttausend Dollar bei einem Händler zu erwerben, erkannte der Verkäufer den Betrug und alarmierte die Strafverfolgungsbehörden. Die Ermittler verhafteten die Verdächtigen, als sie das Gold bei dem Opfer abholen kamen.

Die Behörden gaben die Öffentlichkeit klare Anweisungen. Es wurde geraten, niemals eine Nummer aus einer Benachrichtigung anzurufen, niemals Fernzugriff auf den eigenen Computer zu gewähren und niemals Geld von einem Bankkonto auf Veranlassung einer fremden Person zu überweisen. Wer eine Problematik mit einem Bankkonto vermutete, sollte stets die eigene Finanzinstitution kontaktieren. Jede Person, die sich als Opfer des Betrugs erachtete, wurde dringend aufgefordert, sich an die Strafverfolgungsbehörden zu wenden.

BetrugSeniorenFinanzcrimeGoldbar

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp