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Technologie

Google zog neues KI-Werkzeug kurz nach Einführung zurück

Sorge vor Manipulation von Satellitenbildern führte zum sofortigen Stopp der Funktion in Google Earth

Google zog ein neues Werkzeug zur Erstellung gefälschter Bilder in Google Earth nur Stunden nach seiner globalen Einführung zurück. Die Funktion, die Nutzern ermöglichte, künstliche Bilder mithilfe von Satelliten-, Luft- und dreidimensionalen Kartenmaterialien zu generieren, wurde sofort deaktiviert. Diese Entscheidung erfolgte, nachdem Experten die Risiken der Manipulation von Satellitenbildern eindringlich warnen. Die Firma erklärte in einer Mitteilung vom 31. Juli, dass sie die Funktion zurückzog, während sie gleichzeitig an der Implementierung stärkerer Schutzmechanismen arbeiteten.

Das Werkzeug hatte zunächst als vielversprechend präsentiert werden sollen. Es bot Geospatial-Fachleuten eine Reihe nützlicher Anwendungen, beispielsweise zur Visualisierung der Vergangenheit oder zur Unterstützung von Immobilienpräsentationen. Bryan Horowitz, ein Produktmanager von Google Earth, erklärte, dass Nutzer nun benutzerdefinierte Bilder mithilfe von Satelliten- und Luftbildern erstellen konnten. Diese Möglichkeit eröffnete neue kreative Potenziale für die Nutzung der Kartendaten.

Die Funktion löste jedoch unmittelbar Alarm aus. Experten befürchteten, dass die Möglichkeiten für Missbrauch und Desinformation grenzenlos seien. Reporter und Forscher betonten die Bedeutung von Satellitenbildern zur Verifizierung von Nachrichtenereignissen. Henk van Ess, ein Open-Source-Forscher, berichtete, dass er beispielsweise Bilder von Grenzübertritten oder Katastrophen veröffentlicht sah. Auch Medienhäuser veröffentlichten gefälschte Bilder, darunter Darstellungen von Bränden in dem Iran oder Überschwemmungen in Washington, D.C.

Google wies darauf hin, dass die generierten Bilder wasserzeichen gesetzt seien und nicht im Haupt-Google-Earth-Erlebnis für andere sichtbar wurden. Die Zurücknahme der Funktion signalisierte somit die Notwendigkeit, die Integrität der Kartendaten zu schützen. Google unterstrich, dass es an den notwendigen Schutzmechanismen arbeiten müsse, um zukünftige Missbrauchsfälle zu verhindern. Google Earth, das ursprünglich 2005 eingeführt wurde, blieb somit ein zentrales Medium für die globale Kartierung.

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