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GPS-Störung auf RAF-Flugzeug bei Besuch des Verteidigungsministers

Verdacht auf russische Sabotage bei Flug nahe der Grenze

Ein RAF-Flugzeug, das den Verteidigungsminister John Healey transportierte, erlitt während eines dreistündigen Fluges eine Störung seines Signals. Die Störung trat auf, als das Flugzeug in der Nähe der russischen Grenze flog. Die elektronische Attacke beeinträchtigte die Kommunikation erheblich; Smartphones und Laptops konnten keine Internetverbindung herstellen, und die Piloten mussten ein alternatives Navigationssystem verwenden, da das Satellitensystem des Flugzeugs deaktiviert wurde.

Es vermutete man, dass Russland hinter dem Vorfall stand. Obwohl es unklar blieb, ob der Minister gezielt ins Visier genommen worden war, war die Flugroute auf Flugzeugverfolgungswebsites sichtbar. Passagiere, darunter Fotografen und ein Reporter, erhielten die Zusicherung, dass das Dassault Falcon 900LX-Flugzeug weiterhin sicher operieren konnte.

Vor dem Vorfall hatte Healey in Tallinn das russische Verteidigungsminister Hanno Pevkur getroffen, um die langfristige bilaterale Verteidigungszusammenarbeit und deren strategische Erweiterung zu erörtern. Diese diplomatischen Gespräche fanden in einer Zeit stattfanden, in der die militärische Spannung zwischen den NATO-Partnern hoch war.

Die Verteidigungsministeriums (MoD) enthüllte zuvor, dass zwei russische Jets das RAF-Spionflugzeug im Schwarzen Meer wiederholt und gefährlich abgefangen hatten. Ein russischer Su-35-Jet flog so nah an das britische Aufklärungsflugzeug heran, dass es dessen Notfallsysteme auslöste und den Autopiloten deaktivierte. Ein Su-27 flog zudem sechs Meter vor der Nase des unbewaffneten Rivet Joint und vollzog sechs Überflüge. Die MoD bezeichnete diese Aktion als die gefährlichste russische Maßnahme gegen ein britisches Rivet Joint seit einem Raketenstart über dem Schwarzen Meer im Jahr 2022.

Bereits im März 2024 erlitt ein RAF-Flugzeug, das den damaligen Verteidigungsminister Grant Shapps transportierte, eine Störung seines GPS-Signals bei einem Flug in der Nähe russischen Territoriums. Das Satellitensignal wurde für etwa dreißig Minuten gestört, als das Flugzeug von Polen zurück in das Vereinigte Königreich flog. Healey betonte im Anschluss die Professionalität und den Mut der RAF-Besatzung, die ihre Mission trotz dieser gefährlichen Handlungen fortsetzten. Er versicherte, dass dieser Vorfall das britische Engagement zur Verteidigung der NATO, ihrer Verbündeten und ihrer Interessen gegen russische Aggression nicht abschreckte.

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