Griechenland legte den Antrag, den Berg Olympus auf die Liste des Weltkulturerbes von der UNESCO zu setzen. Mehr als vier Jahrzehnte vergingen seit Evangelos Geroliolios erster Besteigung des Zuhauses der alten Götter. Auf dem felsigen Gipfel des höchsten griechischen Berges empfand er eine unbeschreibliche Ehrfurcht.
Geroliolios, der nun die Verwaltung des Gebiets Dion-Olympus leitete, betonte die Bedeutung des Ortes. Er beschrieb den Berg als den „Sitz der Unsterblichen“, wo Zeus, der Vater der Götter, einst Gericht hielt. Er erklärte, dass die Verbindung von Mythos, Schönheit und historischem Gewicht ein einzigartiges Erbe sei, das international anerkannt werden müsse.
Die griechischen Behörden lobten den Berg bereits lange und suchten nach einer offiziellen Anerkennung. Griechenland stellte den Berg 2014 als „von herausragendem Wert für die Menschheit“ vor, wobei sowohl die kulturelle als auch die ökologische Bedeutung hervorgehoben wurden. Das Gebiet wurde 1938 als erster Nationalwald Griechenlands erklärt, und die UNESCO bezeichnete Olympus 1981 als Biosphärenreservat.
Die jüngste Entwicklung zeigte jedoch die Notwendigkeit einer dringenden Schutzmassnahme. Die Popularität des Berges stieg in den letzten zehn Jahren stark an, und letztes Jahr verzeichnete das Gebiet etwa fünfhunderttausend Besucher. Diese Besucherzahlen wurden als Risiko für die Erhaltung des Ortes betrachtet. Der stellvertretende Direktor der Nationalparkverwaltung Olympus warnte davor, dass die Zunahme der Besucher eine Gefahr darstellte.
Die grösste Bedrohung für den Berg sei die Waldbrandgefahr, die durch den Klimawandel verschärft wurde. Experten sprachen von der Notwendigkeit zusätzlicher Mittel zur Verbesserung der Brandschutzmassnahmen und zur Errichtung von Schutzstrukturen. Es wurde betont, dass die Schutzwürdigkeit des Berges entscheidend für seine Rettung sei.
Obwohl die Anerkennung als Weltkulturerbe als notwendig erachtet wurde, blieb das Ergebnis ungewiss. Beratende Gremien der Internationalen Kommission für Monumente und Stätten (ICOMOS) und des Internationalen Vereins für Naturschutz gaben Empfehlungen für weitere Details. Die Nominierung wurde demnach an Griechenland zurückverwiesen, was die Suche nach einer Lösung verlängerte.