Europa sah sich einer neuen Grenzkrise gegenüber, nachdem rund 60.000 Migranten aus Marokko innerhalb von 24 Stunden in Ceuta, das spanische Exklave, überfielen. Die Sicherheitsbehörden kämpften mit dem plötzlichen Zustrom, wobei mindestens 57 Menschen starben. Einige ertranken während der Überfahrt, andere wurden bei einem Stampede an der Tarajal-Strandbegrenzung getötet.
Der spanische Premierminister Pedro Sánchez bezeichnete den Vorfall als „Angriff auf die territoriale Integrität Spaniens“ und versprach, alle staatlichen Ressourcen zur Gewährleistung der Sicherheit und des Zusammenlebens einzusetzen. Ceuta und das größere Territorium Melilla, das die einzigen Landgrenzen der Europäischen Union zu Afrika bildeten, standen im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. Andy Burnham äußerte die Szenen als „Anlass zur Sorge“, während der Chef für inneres Sicherheit Chris Philp warnte, dass die spanische Grenzkrise rasch zur europäischen Krise werden könne.
Die Situation löste auch eine diplomatische Auseinandersetzung in ganz Europa aus. Premierminister Giorgia Meloni suspendierte die Schengen-Regelungen der EU mit Spanien. Sie argumentierte, dass die „bahnbrechenden“ Bilder die konkrete Bedrohung der europäischen Grenzen durch unkontrollierte irreguläre Migration bestätigten. Italien erklärte, dass es nicht taten würde, taten und die Sicherheit der Bürger zu verteidigen, und kündigte die Anwendung außergewöhnlicher Maßnahmen an.
Die Ursache der Massenbewegung lag in einer fehlerhaften Auslegung eines jüngsten Urteils des spanischen Obersten Gerichtshofs. Dieses Urteil besagte, dass Migranten, die auf See versuchten, Ceuta oder Melilla zu erreichen, nicht zurückgebracht oder deportiert werden durften. Premierminister Sánchez erklärte, diese Interpretation sei durch humanitäre Organisationen verbreitet worden und habe die Massenbewegung ausgelöst. Die Behörden versicherten, dass die marokkanischen Streitkräfte Wasserwerfer und Schlagstöcke gegen die Ansammlungen einsetzten, um weitere Überfälle zu verhindern.
Die EU-Kommission und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz betonten die Notwendigkeit der Grenzschutzmaßnahmen. Ursula von der Leyen forderte die schnelle Rückkehr der Migranten nach Marokko, während Merz die Bedeutung des Schutzes der äußeren EU-Grenzen hervorhob. Die Regierung versprach, die EU-Rückführungsrichtlinie unverzüglich umzusetzen und die Bekämpfung von Menschenhändlern fortzusetzen.