Der britische Premierminister Andy Burnham verkündete, dass Großbritannien nach der Verhängung einer Reihe von Sanktionen gegen Israel weiterhin für seine Werte einstehen würde. Burnham erklärte, dass die britische Regierung gezielte Maßnahmen ergriff, die nicht gegen das israelische Volk gerichtet waren, sondern zur Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung dienten. Er bezeichnete das Leiden der palästinensischen Bevölkerung als eine Narbe für das Gewissen der Welt und betonte die anhaltende humanitäre Krise in Gaza. Er argumentierte, dass Großbritannien in einer zunehmend volatilen Welt bereit sein müsse, zu führen, um die friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern zu ermöglichen.
Der britische Außenminister Ed Miliband äußerte, dass Großbritannien die Besetzung des Westjordanlands durch Israel als illegal ansah. Miliband beschrieb die gewalttätige Siedleraktivität in dem besetzten Westjordanland als „ethnische Säuberung“, die mit der stillschweigenden Unterstützung der Regierung von Netanjahu vollzogen wurde. In Reaktion darauf verkündete Israel sein Außenministerium weitere Vergeltungsmaßnahmen, darunter die Schließung des britischen Konsulats in Ost-Jerusalem sowie Einreiseverbote für mehrere britische Abgeordnete.
Die Entscheidung, den Handel mit den illegalen Siedlungen zu verbieten, fand breite internationale Unterstützung. Kanada und Frankreich stellten sich der britischen Maßnahme an. Zudem äußerten neun weitere europäische Staaten ihre Bereitschaft, ähnliche Schritte zu prüfen. Alle zwölf Länder veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, die die illegale Natur der Siedlungen unter internationalem Recht bekräftigte. Jeremy Corbyn befand, dass es schockierend sei, dass Israel die Welt nicht über die Entwicklungen in Palästina informieren wolle. Ein israelischer Außenminister dankte der konservativen Partei für ihre Opposition gegen die von der britischen Regierung verhängten Sanktionen gegen die Siedlergewalt.
Die Maßnahme löste auch politische Reaktionen aus. Die Tory-Vorsitzende Kemi Badenoch kritisierte die Entscheidung der Regierung und wirft der Labour-Partei antisemitische Vorwürfe auf. Experten äußerten Bedenken hinsichtlich der politischen Auswirkungen der Schritte für Israel, da die israelischen Wähler stärker auf innenpolitische Themen fokussiert seien. Es wurde jedoch anerkannt, dass die Maßnahme für Großbritannien ein bedeutender politischer Schritt darstellte. Die Zollbehörden der britischen Regierung stellten zudem die Komplexität der Unterscheidung zwischen Siedlungsgütern und anderen israelischen Waren dar, was eine sorgfältige Abgrenzung erforderte.
Die britische Regierung betonte abschließend ihre Verpflichtung zur Verteidigung ihrer Werte und zur Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung. Die diplomatische Koordination zwischen Großbritannien, Frankreich und Kanada unterstrich den Wunsch nach einer engen Partnerschaft mit Israel und die unerschütterliche Unterstützung für die Sicherheit Israels und eine sichere Palästina.